Guttenberg

Hm, was sagen wir zu Guttenberg…? Er selbst machte sich zum Futter der Opposition? Ich beklagte im Blog sein mangelndes Rückgrat (Sarrazin, Georg Fock) – lernt er, es jetzt zu stärken? Hochmut kommt vor dem Fall – wer tief fällt, kann höher steigen? Zeigt die Einstellung der Bevölkerung zum mangelhaften wissenschaftlichen Arbeiten nicht auch -was sie im Grunde davon hält? Deutschland – Land der Dichter und Denker wird zum Land der Realpolitiker und Praktiker (wenn man das denn gegeneinander stellen darf – eine bessere Formulierung fiel mir nicht ein):  Hauptsache, er macht einen guten Job – wie er wissenschaftlich denkt und arbeitet, hat dann nichts mehr zu sagen? Nett ist, wenn Politiker anderen Politikern vorwerfen Lügner usw. zu sein – denn sie selbst sind sicher nie einer Lüge zu bezichtigen 😉 .

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2 Antworten auf „Guttenberg“

  1. Das Echolot erklärt hiermit an Eides statt (das ist ja heute ganz sicher nötig!), den vorzüglichen Beitrag des von ihm verehrten Henryk M. Broder zum Thema erst nach dem Abschicken seines obigen Kommentares gesehen und gelesen zu haben!
    Desto größer die Freude, mit H. M. Broder wieder einmal voll übereinzustimmen.

    Welt Online heute:
    „Meinung|Vorsicht, Broder!
    Bewerten Autor: Henryk M. Broder| 24.02.2011.Geheimnis um Guttenbergs verschollenen Doktorvater. Broder!“

  2. Letzter Satz -der weist das eigentliche Problem auf: Politiker, nicht allein in Berlin, machen Hatz auf einen Kollegen. Sprache und Mimik der Ankläger im Deutschen Bundestag erinnern an Redner und deren Reden im Deutschen Reichstag in vergangenen Zeiten. Haben die grünen und roten Genossen nicht allen Grund, sich an die eigene Nase zu fassen und darüber nachzudenken, wie sie es mit der Wahrheit, Aufrichtigkeit und und einem Mindestmaß von Anstand halten?
    Funk und Fernsehen mit ihren Sprechern und Moderatorinnen in den Nachrichtensendungen platzen fast vor Selbstgerechtigkeit, wenn sie empört von den „Untaten“ des Verteidigungsmini-sters zu berichten haben: „Lügner“, „Betrüger“ und noch weniger Schmeichelhaftes kommt ihnen wie geölt über die Lippen. Nicht zu verkennen sind Häme und Schadenfreude bei denen, die überheblich fast täglich gleichsam qua Amt das Volk mit ihrem gleichgeschaltteten Berichten anöden -nicht zu vergessen aus dem Zylinder gezogene „Experten“ der Sendeanstalten mit ihrem „wissenschaftlich fundiertem“ Geschwafel.
    Das alles zu bedenken ist notwendiger als das Getöse um den Minister.
    Doch hierzu noch ein Wort: Seit wann sind die Doktoranden allein „zuständig“ für ihre Promo-tionen? Gibt es an den Unis keine Tutoren und keine Doktorväter, die ihre „Zöglinge“ beratend begleiten? Wer liest und prüft die Promotionsar-beiten? Und welchen Wert hat das Rigorosum im Vorfeld der Verleihung des Doktorhutes?
    Müssen sich hier nicht die Damen und Herren „vom Fach“ verantworten, wenn man schon mit schwersten Geschützen auf den „Sünder“ schießt? „Wer im Glashaus sitzt, darf nicht mit Steinen werfen.“ so wussten es schon die Alten.
    Diese Steine könnten von der „Glaswand“ abprallen und ins eigene Auge gehen -so weiß man es heute.
    Dass die Zuständigen, und allein die!, mit der Causa zu Guttenberg umgehen und zu Rande kommen müssen, ist notwenig. Die zwingende Frage aber ist vorrangig zu klären, W I E sie damit umgehen.
    Stehvermögen, Verstand und Mut zur Ehrlichkeit wünscht den dafür Verantwortlichen das
    Echolot

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