Christen in islamischen Staaten

Ein düsteres Bild zeichnet der folgende Artikel von Thomas von der Osten-Sacken und Oliver M. Piecha über die Diskriminierung von Christen: http://jungle-world.com/artikel/2011/02/42417.html Die Diskriminierung ist keine Frage von islamisten oder Fundamentalisten oder sonst wem: „Es geht um die lange und zuletzt fast nur noch desaströse Geschichte einer ganzen Weltregion im Zeichen des Islam.“ Wenn man das liest, möchte man Israel und Armenien zuschreien: Lasst euch vom Westen nicht irritieren – wenn es ernst wird, steht ihr allein da, gegen die blutdürstigen Horden. Ihr müsst selbst für euch sorgen. Und der Libanon? Soll das Video zeigen, dass libanesische Christen vorsorgen, sich gegen die Übermacht wehren wollen? http://www.youtube.com/watch?v=91Fnj1wQ9jk (gefunden über Saint George – Kommentar)

Ein weiterer Artikel spricht übrigens von der „Stunde der Heuchler“ (Jörn Schulz) http://jungle-world.com/artikel/2011/02/42404.html Hier geht es auch darum: Eine Solidarisierung von Muslimen mit den protestierenden Christen ist für das ägyptische Regime besonders gefährlich – auch mit Blick auf Tunesien. Zu Albogas wunderschönen Worten (s. oben im Blog den Artikel: „Islam-Verlasser töten“) ist zu sagen: linke und liberale Dissidenten bekommen repressalien zu spüren, während „reaktionäre Staatskleriker und islamistische Prediger weitgehend unbehindert“ bleiben. Weiß Alboga das alles nicht?

Eine Info: Jungle World ist eine „Linke Wochenzeitung“ – die scheinen nicht so verblendet, wie mancher taz-Schreiber. 

Impressum auf www.wolfgangfenske.de