Antimuslimischer Rassismus

Was für ein toller Artikel: „Antimuslimischer Rassismus und Rassismusleugnung“ von Sabine Schiffer. Der Artikel passt ganz in das Niveau des Migazin – darum empfehle ich es auch ständig in meinem Blog: http://www.migazin.de/2010/12/03/antimuslimischer-rassismus-und-rassismusleugnung/ Schon den ersten Satz des Artikels muss man sich im Munde zergehen lassen: „Rassismusleugnung ist seit jeher ein Teil des Rassismus, der keine Menschenrassen braucht, um Ausgrenzung zu produzieren.“  Und: „Die gängigste Form (sc. des Rassismus) scheint mir die des Verweises auf eine Berechtigung von `Islamkritik´.“ Ups – was schreibt Frau Schiffer ein paar Zeilen weiter?: „Während natürlich Missstände nicht zu leugnen sind, kann auch nicht geleugnet werden, dass ein verweis auf solche keinen Rassismus rechtfertigt.“ Alles klar, liebe Leser? Man darf Missstände im Islam kritisieren – aber nicht rassistisch, obwohl die Kritik rassistisch ist. Was ist rassistisch? Wenn man verallgemeinert und sagt „Im Islam…“ . Nun haben wir etwas gelernt. Wenn man sagt: Die Islamophoben, die Katholiken, die Protestanten… dann ist man Rassist. Gut. Denn wir sind ja alle fürs Differenzieren. Sagen wir also: Ein paar Muslime beachten den Koran als Offenbarung Allahs an Mohammed. Dürfen wir das sagen? Oh, nein, dann nehmen wir Muslime in ihrem Selbstverständnis nicht ernst, denn kein Muslim würde das so vorsichtig formulieren! Alle Muslime haben den Koran buchstäblich ernst zu nehmen. Sind nun die Muslime, die das sagen, selbst Rassisten, weil sie nicht genügend differenzieren? Fragen über Fragen an Frau Schiffer. Vor allem: Was sagt sie zu diesen marokkanischen Rassisten, die Juden aus den Niederlanden vertreiben? http://www.jpost.com/JewishWorld/JewishNews/Article.aspx?id=198382 Und dieser Rassismus ist ja unter Muslimen weit verbreitet – auch das große Vorbild Mohammed war vor Judenhass nicht gefeit. Frau Schiffer, Frau Schiffer, helfen Sie uns bitte, in diesem Kontext Rassismus zu erklären! Aber vielleicht können die hier ja der Frau Schiffer helfen, die badischen Theologen, die immer mal wieder meinen, die Stimme erheben zu müssen: http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/deutschland-badische-theologen-kritisieren-antimuslimischem-rassismus.html Aus christlicher Sicht ist besonders aufbauend der letzte Satz: Im Appell aus Baden haben sie 2006 die Christen aufgefordert „beim islamisch-christlichen Gespräch unmissverständlich auf Alleinvertretungsansprüche und Missionierungsversuche zu verzichten.“ – Das will man dann den Muslimen überlassen, oder?

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