Schmarrn

Was für ein Schmarrn: Mehr Bildung verhindert Verbrechen. Es mag sein, dass dann, wenn einer einen Beruf hat – besser: eine gute Arbeitsstelle – dass er dann weniger genötigt wird, eine Bank auszurauben, oder im Supermarkt Brötchen zu klauen … Wue bitte? Menschen, die Arm sind, sind krimineller? Nein: Menschen, die nicht gebildet wurden, sind krimineller, Menschen, die nicht die erste bis 8. Klasse besucht haben, sind krimineller, am wenigsten kriminell sind diejenigen, die das Abi mit einem Notendurchschnitt von 1,0 geschafft haben… Wie bitte? Das ist doch alles Diskriminierung… Klaro, politisch sinnvolle Diskriminierung, denn das Heil in der Integrationsfrage liegt in der Flucht zur Bildung. Jeder weiß: Bildung schützt nicht vor Kriminalität – waren nicht diejenigen, die die Tower in die Luft jagten, gebildete Leute oder diejenigen, die das alles planten, ebenso?

So töricht sind die Forscher natürlich nicht: 15% der Verbrecher hatten keinen Hauptschulabschluss, heißt es. Da nun 75% der Verbrecher einen Hauptschulabschluss und mehr haben, schließe ich daraus, man sollte überhaupt keinen Schulabschluss machen, um weniger wahrscheinlich zum Verbrecher zu werden. 😉 Weiter: Scheidungen und Vorstrafen bei den Eltern wie Konfessionslosigkeit wirken sich stärker aus, damit Leute zu Verbrechern werden – ah, ja – doch sind diese auch alle ungebildeter? Übrigens: Die Bertelsmann-Stiftung hat neulich schon mal was bewiesen, was die Politik gerne gehört hätte.

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-5AB6A7FE-9D7ADEFB/bst/hs.xsl/nachrichten_103963.htm und http://www.stern.de/panorama/neue-studie-bildung-koennte-morde-verhindern-1622871.html

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