Segen

Ich kam, weiß nicht woher
bin und weiß nicht wer,
leb, weiß nicht wie lang
sterb und weiß nicht wann,
fahr, weiß nicht wohin,
mich wunderts, dass ich so fröhlich bin.
Da mir mein Sein so unbekannt,
geb ich es ganz in Gottes Hand.
Die führt es wohl so her wie hin,
mich wunderts, wenn ich noch traurig bin.
(Hans Thoma in Fortführung eines Mittelalterlichen Gedichts, das auch Luther veränderte:)
… Ich lebe, so lang Gott will,
ich sterbe, wann und wie Gott will,
ich fahr und weiß gewiss wohin,
mich wundert, dass ich traurig bin.

Gott segne Eure Traurigkeit und Eure Fröhlichkeit
mit Seiner Gegenwart.

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