Offene Fragen der Gesellschaft

Unsere Gesellschaft hat offene Fragen. Das sind Fragen, die keine allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz erfahren. Wird eine Mehrheitsmeinung gefunden, dann darf die Minderheit nicht mehr darüber reden, ohne dass man über sie mal mehr mal weniger die Nase rümpft.
– Dieses Mal geht es mir nicht um die Frage des Islam, sondern um eine weiterhelfende Antwort, die angesichts des Bevölkerungsschwundes das Thema Migration klug und gelassen angeht,
– es geht um die ärgerliche Abtreibung (wenn es die Abtreibung nicht gäbe, müsste man nicht über notwendige Migration nachdenken – Abtreibungen destabilisieren die Bevölkerungspyramide), 
– um die Akzeptanz des Sonntags als Sonntag (die Bedeutung der Feiertage als christliche Feiertage).
– Die Frage nach der Rolle der Banken: Wie weit beherrschen sie die Politik?
– Und in diesem Zusammenhang auch die Frage der EU: Wie weit haben die jeweiligen Regierungen noch Spielraum – und damit zusammenhängend: Wie weit wird die Bevölkerung von einem Apparat regiert, dem sie sich nicht mehr zugehörig weiß?
– Die Frage um den Wert des Menschen – auch wenn er nicht mehr zur Produktion beiträgt – wird immer stärker.
– Die Frage (nach dem Verhältnis von) Schöpfung und Evolution. Sie mag marginal scheinen, aber sie prägt das Menschenbild unserer Gesellschaft. Tendenz im Kontext der Schöpfung: Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes, seine Würde ist zu achten. Tendenz im Kontext der Evolution: Der wie auch immer Stärkere setzt sich durch. 

Das sind offene Fragen, die mir heute spontan einfallen. Es gibt weitere, so die Fragen: Dürfen wir in den Naturwissenschaften das, was wir können? Verdrängen wir nicht das Leiden der Tiere, die wir essen? – Man mag mich steinigen, aber ist die Frage, ob Freizeit und Urlaub ein Menschenrecht sind oder nur das Zuckerhütchen einer Gesellschaft, der es gut geht, nicht relevant?

Ich halte diese Fragen für wichtig. Womit beschäftigen sich Politik, Gewerkschaften und Kirchen? Da es ja angeblich so viel Atheisten in unserem Land gibt (wer aus den Kirchen ausgetreten ist, ist noch lange nicht Atheist): Womit beschäftigen die sich? Damit, gegen Religionen zu sein und Traditionen zu destabilisieren, oder damit, zu den oben genannten Punkten einen konstruktiven Beitrag zu leisten?

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