moderate Taliban + Sandmännchen Westerwelle

Man wundert sich und wundert sich: Da gibt es Taliban in Afghanistan. Die Taliban versuchen Afghanistan in ihrem Sinn zu islamisieren. Kurz, ein Totenhaus aus dem Land zu machen, wie es vor einigen Jahren schon mal war. Dann kämpft man gegen diese Mörder. Dann beginnt man mit den Moderaten zu verhandeln, während die Nichtmoderaten bomben, morden und mit allen Mitteln versuchen, an die Macht zu kommen. Nur: Die gehören zusammen! Butterbrot und Peitsche! Die glauben doch nicht, dass die „Moderaten“ ans Ziel kämen, ohne dass parallel dazu gemordet wird! Die sind schlauer als unser Westerwelle, seines Zeichens Außenminister und viele seiner naiven Kollegen. Wer würde mit den Taliban sprechen, wenn sie sich nicht gewalttätig verhalten würden? Ihre Gewalttätigkeit ist doch die Eintrittskarte zur Welt der Verhandlung. Die gehören zusammen, die moderaten und die nichtmoderaten Taliban. Zwei Seiten einer Medaille. Und mit den Moderaten zu verhandeln heißt dann? Wer kann 1+1 zusammenrechnen? Das heißt: mit den gewalttätigen Taliban zu verhandeln. Ich möchte nicht glauben, dass unsere politische Elite so dämlich ist. Wenn sie es nicht ist, dann streuen sie uns Sand in die Augen, kurz: Sandmännchen Westerwelle.

http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan/tid-20102/bundeswehr-in-afghanistan-angst-vor-perfiden-taliban-methoden_aid_560346.html 

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Eine Antwort auf „moderate Taliban + Sandmännchen Westerwelle“

  1. Es ist anzunehmen und zu befürchten, dass der deutsche Außenminister hinsichtlich der Situation in Afghanistan klug genug ist, sein Unvermögen in der Behandlung dieses Dilemmas so zu kaschieren, wie er es tut -zum Schaden aller Beteiligten.
    Jedoch die Frage bleibt hinsichtlich der gesamten Regierungspolitik:
    Wo sind die Weisen, die Klugen, die Mutigen in unserem Land, die ihre Stimme erheben gegen die Täuschungspolitik der uns Regierenden -bleiben Sarrazin, Seehofer, Schröder und wenig andere doch noch alleine?
    Wo bleiben eigentlich die sonst so forsch auftretenden Kirchenführer beider Konfessionen?
    Ein argumentativer, sachgemäß öffentlich geführter Streit mit Atheisten und religiös anders Gepolten -d a s ist das Gebot der Stunde! Zu befürchten ist jedoch, dass eine Reihe dieser Männer und Frauen sich ihres Glaubens und ihrer Sache selbst nicht ganz gewiss sind.
    Arme „Herde“!
    Das Echolot

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