Wulff + Sarrazin

Mit seinem selbst verschuldeten Fauxpas wird BuPrä Wulff es schwer haben, in Sachen Integration noch zu punkten. Das ist wie mit BuKain Merkel, die ihr eigenartiges Verständnis von Meinungsfreiheit wieder rehabilitieren wollte, indem sie Westergaard preisredete. Übrigens will Wulff auf dem Tag der Deutschen Einheit etwas zur Integration sagen. Und das ist an sich ja schon eine Falle, weil Muslime diesen Tag für ihren Moscheetag reservieren*. Das heißt: Was Wulff auch sagen wird, er wird den irgendwasprozent Muslimen in Deutschland in dieser Rede eine Beachtung schenken, die dem Tag der Deutschen Einheit – als Erinnerungstag – kaum angemessen sein kann. Die Hoffnung bleibt nur: Er buckelt nicht zu viel. Gerade den offiziellen Muslimen liegt sehr viel daran, dass man ihnen auf Augenhöhe begegnet – und das soll man auch tun. Und dazu gehört es, dass man einander freundlich sagt, was Sache ist und nicht nur die Schuld an sich selber sucht. Übrigens meinen sie freilich, soweit ich bis jetzt erfahren habe: Auf Augenhöhe heißt, sie zu bestätigen oder nur soweit zu kritisieren, wie sie es mögen/akzeptieren – und nicht das zu sagen, was notwendig ist. Gerade jetzt suchen sie die Streicheleinheit ihrer Oberen, der Politiker ihres Landes. Bin gespannt, wie sehr er sie streicheln wird… Ob ich Wulff Unrecht tue?

* Der Tag der Deutschen Einheit wurde bewusst als Tag der offenen Moschee „gewählt. Er soll die Zugehörigkeit der Muslime zur Einheit Deutschlands zeigen.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_offenen_Moschee  

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