Künast-Islamsäule?

Künast fordert einen Islam für Deutschland. Bekanntlich hat der Islam fünf Säulen:

  • Das Glaubensbekenntnis (ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Mohammed der Gesandte Allahs ist),
  • das fünfmalige mit Waschungen eingeleitete rituelle Gebet (Allahu akbar – Allah ist größer…),
  • die Almosensteuer (die den Kampf auf dem Weg Allahs unterstützen soll – u.v.a. durch Unterstützung armer Muslime),
  • das Fasten (Ramadan),
  • die Pilgerfahrt nach Mekka und die damit verbundene 7malige Umrundung der Kaaba und der Steinigung des Teufels auf dem Weg nach Medina usw.).

Und Künast spricht von vier Säulen der Integrationspolitik. Die vierte Säule: Migranten und Migrantinnen „müssen sich zum Beispiel bemühen, einen zeitgemäßen Islam zu entwickeln und anerkennen, dass Religion nur unter dem Dach des Grundgesetzes möglich ist. Sie müssen den Wert von Bildung und beruflicher Qualifikation anerkennen und bereit sein, sich dafür anzustrengen. Und sie müssen sich auch gesellschaftlich und politisch einbringen.“ http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/kuenast-sarrazin-integration Einmal: Der Islam hat schon genug Säulen – da freuen sich muslimische Migranten und Migrantinnen sicher, dass Frau Künast ihnen Allah-like noch ein eine Säule an die Nase hängt. Ob Allah mit dieser neuen vierten Säule einverstanden ist? Noch was: Was machen eigentlich die überwiegend nicht muslimischen Migrantinnen und Migranten. – Aber, aber, Frau Künast, sie wollen doch nicht die muslimischen Migrantinnen und Migranten an den Pranger stellen. Sind sie auch schon sarraziniert? Wie naiv muss diese Frau sein, dass sie als Ungläubige und dann noch als Frau fordert, Muslime sollen den Islam verändern. Man fasst es nicht, was diese Polit-Elite für Vorstellungen, ja Allmachtsphantasien hat. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und macht sie so, wie sie ihr gefällt. Naja, träumen wir gegen die Muslime mit Frau Künast den Traum vom anderen Islam, als ihn Mohammed brachte.

Nun werden aufeinmal ganz viele Leute sarraziniert! Nein, dass man nun unbequeme Wahrheiten nennt, das hat mit Sarrazin wirklich nichts zu tun. Das wollte die BuKain Merkel sicher auch schon unabhängig von Sarrazin machen. Ja, ja, sie hatte das Papier gewiss schon in der Schublade, hatte sicher zu viel zu tun – jetzt sagt sie es – aber noch mal: Mit Sarrazin hat das nichts zu tun, dass sie nun verstärkte Polizeipräsenz in Städten mit erhöhtem Migrantenanteil fordert… Was will die BuKain Merkel uns denn hier klar machen? : http://www.bild.de/BILD/politik/2010/09/05/bundeskanzlerin-angela-merkel-interview/ueber-thilo-sarrazin-und-deutsche-migranten-teil-1.html Verharmlosendes, selbstbeweihräucherndes Gesüße – anders kann man es doch gar nicht nennen – kurz: pure Gänsehaut. „Strenge ist wichtig“ – man sieht förmlich vor dem inneren Auge, wie streng der Finger der BuKain Merkel in die Höhe schnellt, und sieht die strengen Gerichte urteilen… – und wir können über das Gewaltproblem „offen darüber sprechen, ohne dass der Verdacht der Fremdenfeindlichkeit aufkommt.“ Wirklich? Warum erwähnt sie denn überhaupt in diesem Kontext den verdacht der Fremdenfeindlichkeit? „Wir können es packen, aber es ist eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft…“ – freilich, freilich: Viele arbeiten daran, erst einmal die Fakten auf den Tisch zu legen, nachdem die Polit-Elite ständig alle Probleme mit viel Gesüße die Leute umnebelt.

All diese Polit-Elite sollte mal diese Artikel lesen (Cora Stephan): http://www.morgenpost.de/politik/article1389842/Sarrazin-spricht-den-Deutschen-aus-dem-Herzen.html oder hier: http://cora-stephan.blogspot.com/2010/09/wie-man-kein-einwanderungsland-wird.html Ich frage mich nur: Wie möchten die Herrschaften Probleme lösen, wenn sie nicht hinschauen? Und wenn sie selbst hinschauen aber die Gesellschaft – ihre Wähler – versäuseln, wie denken sie sich, dass die Gesellschaft die Probleme lösen soll? Klaro, sie soll selbst alles versäuseln, rosarot malen, einfach der Polit-Elite glauben und folgen: Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff: http://www.youtube.com/watch?v=RrqitB4Khkk&p=B0D9E512320693BF&playnext=1&index=24

Übrigens sieht Gabriel die SPD durch die Sarrazin-Affäre beschädigt, wie die Bundeskanzlerin die Bundesbank. Nur: Es war nicht Sarrazin, der beschädigte, sondern die unqualifizierten Äußerungen von Gabriel und Merkel. Falls mir einer nicht glaubt – vielleicht ihm: Chaim Noll 

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