Zuzug

Ich bin dafür, dass den Menschen aus dem Ausland, die hier in unserem Land wohnen, gezeigt wird: Ihr seid willkommen. Das aber nicht ohne Vorbedingungen: Ihr seid willkommen, wenn ihr euch an den Regeln dieses Landes orientiert. Und da gibt es dann keine Forderungen: Wir wollen aber Extrawürstchen. Und wer sich nicht an die Regeln hält, muss sich nicht wundern, dass er Konsequenzen spürt – das geht mit den Alteingesessenen ja genauso. Und wer ständig Extrawürstchen fordert, muss sich nicht wundern, dass man ihn schief ansieht und entsprechend unfreundlich behandelt. So einfach kann das Leben sein. Ich weiß: … ist es aber nicht. Und darum: Wir wollen Extrawürstchen, wir wollen Extrawürstchen… 

Überall kann man beobachten, dass denen, die Extrawürstchen von offizieller Seite verwehrt werden, sich irgendwann einordnen. Unsere Polit-Elite verteilt aber ständig Extrawürstchen und wundert sich, dass die Zugereisten immer mehr Extrawürstchen wollen. Wie geht das Sprichwort mit dem Land, das sich seine Metzger oder Würstchen selber wählt?

Überall kann man auch beobachten, dass Menschen aus einer anderen Gruppe, kommen sie neu hinzu, neugierig beäugt werden. Was ist das für einer, was denkt und tut er, passt der zu uns, hilft der uns oder ärgert er uns? Das ist soziopsychologisch gesehen, ganz normal. Warum wundern sich Neuzugänge, dass man sie beäugt? Ist das in deren Kultur nicht üblich? Heute beäugt man sie mit allen Regeln der wissenschaftlichen und statistischen Kunst – wie die Alteingesessenen auch. Warum sollten sie auch in dieser Fragestellung Extrawürstchen bekommen?

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