Evangelischer Hochmut

Gab es in dieser Frage tatsächlich evangelischen Hochmut? http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8498829/Mehr-als-die-Demontage-evangelischen-Hochmuts.html Soweit ich gesehen habe, nicht. Denn jeder, der irgendwie in Institutionen arbeitet, sieht, wie sehr Menschen versagen können – und da geht es nicht um katholisch, evangelisch, atheistisch, kommunistisch, liberal, buddhistisch, muslimisch… – freilich haben Medien hier ihre Geschütze gegen die katholische Kirche hochgefahren – und schieben das jetzt den Evangelischen in die Schuhe? Es ist immer die Frage: Wie geht man mit diesen und anderen Fragen als Institution, als Gesellschaft um. Und das war auf allen Ebenen unserer Gesellschaft gleich. Ähnlich ging/geht es mit der Korruption: Jedem war klar, dass deutsche Firmen da mitmachen – und dann wird das Thema hin und wieder mal hochgespült, und alle spielen Entsetzen. Unsere Generation soll sich nicht zu sicher fühlen: Wie werden unsere Nachkommen mit uns ins Gericht gehen angesichts der Abtreibungen? Wie angesichts der Tatsache, dass ausländischen Frauen kaum Schutz geboten wird? Dass das Leiden der Menschen in islamischen und kommunistischen Staaten nicht so Ernst genommen wird, wie es genommen werden müsste? Kommende Bevölkerungsumwürfe auf der Erde werden nicht ernst genug genommen. Vorwürfe, was Umwelt und Finanzen betrifft, werden immer mal wieder ins Blickfeld gerückt – wieweit freilich genug getan wird, um das geregelt an kommende Generationen zu übergeben – da gibt es unterschiedliche Meinungen.

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