Parteien-Demokratie + Medien-Demokratie

Ein paar Parteien beherrschen unsere Demokratie – und haben doch nur ca. 1,5 Millionen Mitglieder. (Vergleich: ver.di hat ca. 2 Millionen; kath. + ev. Kirche je 25 Millionen.) Es gibt keine Alternative zu den Parteien – oder kennt jemand welche? Vermehrte Bürgerbefragungen? Das setzt großes politisches Engagement der Bürger voraus und die Fähigkeit, sich nicht von medialen Strömungen abhängig zu machen. Aber wenn man sieht, dass auch Parteien/Regierungen sich von der Stimmungsmache der Medien beeinflussen lassen – schlimmer wirds mit den Bürgern auch nicht werden… Und von wem lassen sich die Medien beeinflussen? Vom Käufer = vom Volk. Also sind die Medien doch die wahren Volksvertreter! Dieser Glaube würde manchen Herrschaften so passen. War da nicht einmal was von: neutraler Berichterstattung oder sachlicher Berichterstattung…? Statt dessen wird erzogen, emotionalisiert, manipuliert, dass sich die Balken biegen. (Internet-Demokratie: Hier darf zwar jeder fast alles sagen, was er denkt. Das Problem verschärft sich gegenüber den Zeitungen usw.: Wie kann man Spreu vom Weizen trennen? Und da ist man dann ja doch wieder auf die Informationen der großen Medienbrüder und -schwestern angewiesen, auf die man sich als Informations-Quelle beruft. Auch auf kleinere Medienbrüder und -schwestern, weil sie Infos liefern, die die großen nicht lieben.)  

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