Freiheit, die der Islam bringt

So viel zur Freiheit, die der Islam mit sich bringt: Zwangsehen in Deutschland: http://www.kybeline.com/2010/06/22/so-viele-turkische-zwangehen-jedes-jahr-in-munchen-und-hamburg/#more-14391 Und die Freiheit vom Denken: http://www.kybeline.com/2010/06/22/die-widerspruche-im-koran/#more-14106 Religionen haben immer einen – sagen wir – ungeklärten Rest, einen Teil, der verstandesmäßig nur schwer zu durchdringen ist. Aber man darf in manchen Religionen darüber nachdenken, darf überlegen, wie ist das alles zu verstehen, wie kam es dazu, wie gehen wir damit um. Eine ideologische Religion verhindert dieses Denken, dem freien Denken werden Fesseln angelegt. Auch das Christentum kann ideologische Irrwege gehen und ist sie schon häufig gegangen, Wege, die das Denken und den Verstand zu fesseln suchen. (Es ist ein Unterscheid, ob einer den Verstand zu fesseln sucht oder einsieht, dass der Verstand nicht Alles ist.) Aber es hat von seiner Wurzel her, der biblischen Überlieferung, immer einen Dämpfer bekommen: allein schon dadurch, dass wir vier Evangelien haben, Evangelien, die nicht einer Meinung sind, die nicht alles in den gleichen Farbtopf tauchen. Ich denke, der Geist Gottes, der laut Worten Jesu im Johannesevangelium weht, wo er will – also frei ist -, hat sich da mit den Christen einen göttlichen Scherz erlaubt, einen, der jeder christlichen Ideologie das Wasser abgräbt.

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Eine Antwort auf „Freiheit, die der Islam bringt“

  1. Ich denke vor allem, dass die christliche und auch die jüdische Religion ein Bauelement haben, dass all die anderen nicht haben und das den großen Unterschied ausmacht, das hat der christlichen Kultur diese wahnsinnige kulturelle und technische Evolution ermöglicht. Schon die alten Juden „haderten“, „zweifelten“, ihrem Gott Jahwe (oder auch ihren Vätern, was häufig auf das Gleiche kam) widersprachen, sich den göttlichen Verordnungen widerlegten und eigenmächtig handelten.

    Und Jesus selber hat im Schlüsselmoment seines Lebens seinem Vater einen Vorwurf gemacht: „Vater warum hast du mich verlassen?“
    Kurzum, die Juden und Christen fanden genug Legitimation in der Bibel (ob AT o. NT) um die bestehende Ideologie zu hinterfragen, „zu zweifeln“, „zu hadern“.

    Das unterminiert auf die Dauer biblisch sanktioniert jeglichen ideologischen Totalitarismus, weil irgendwer immer auf die Idee kommt, Dinge anzuzweifeln.

    Im Islam kenne ich eigentlich nur einen Moment des Widerstandes, und das nicht aus Unwillen, sondern aus Analphabetismus – und nur im Traum: Mohammed sagt nicht „ich will nicht lesen“, sondern „ich kann nicht…“ und schon dafür wird er barsch angegangen.
    Ansonsten verlangt die ganze mohammedanische Überlieferung nicht nur vor Gott die totale Unterwerfung. Die Berichte erzählen von der Brutalität, mit der Mohammed jeden bestrafte, der wagte, an ihn und an seinen Islam „zu zweifeln“.

    Das wird im NT mit einem Satz abgehackt und erledigt: „Gibt dem Kaiser, was dem Kaiser gebührt“ – damit ist das Thema erledigt, dass die christl. Gläubigen die bestehende Weltordnung hinnehmen sollen, denn die Anarchie und Chaos nicht erstrebenswert sind.

    Philosophien, Wissenschaften, Kunst und jegliches innovatives Denken gedeihen auf dem Boden der Zweifel, Hader, mutige Fragestellung. Deswegen können die Moslems traditionell von all dem nichts: Weder philosophisch noch wissenschaftlich oder technisch innovativ denken.

    Man beachte nur die fernöstliche Religionen, wo dem Bauelement „Suche“ eine große Gewichtung zukommt. Was für eine tiefgründige Ideologie konnten sie entwickeln! Wie weit sie die ewige, ständige Suche gebracht hat. Es ist nicht zufällig, dass sie bei der Berührung mit der europäischen Kultur sofort diesen evolutiven Quantensprung vollzogen haben. Sie waren so reif, dass sie das wahrscheinlich auch ohne die Europäer hingekriegt hätten.

    Eben weil in ihrer Religion der Suche, der Fragestellung so eine wichtige Bedeutung zukommt.

    Ich will nur ein konkretes Beispiel geben:

    Als Halley den berühmten Kometen, der seinen Namen trägt, entdeckte und berechnete, war das nicht einer exquisiten wissenschaftlichen Leistung zu verdanken, so wie die heutigen Hohepriester der Wissenschaft darstellen. Diese Hohepriester haben eigentlich keine Ahnung von Wissenschaft und wissenschaftliche Methoden, sie wollen nur ihren ideologischen Feldzug gegen „das finstere, christliche Mittelalter“ durchführen.

    Halley hätte das mit den Methoden der Wissenschaft nie und niemals gekonnt! Die echten wissenschaftlichen Methoden im 17. und 18. Jahrhundert hätten dazu nicht ausgereicht, denn woher hätte ein Wissenschaftler einen Kometen beobachten und erkennen können, der sich nur alle 70 Jahre einmal der Erde nähert? Woher, wenn nicht aus den Aufzeichnungen einer Horde von allerlei Astrologen, „Scharlatane“, Weltuntergang-Apostel und anderen Freaks. Diese alle sind gemäß der europäischen Tradition jedem Unsinn nachgehangen, an allen möglichen und unmöglichen Dinge geglaubt. Aber all diese Freaks, Astrologen, Mediziner, Philosophen Klosterbrüder und was weiß ich was (also all die Freaks des „finsteren Mittelalters“) hatten einen komischen Tick: Sie zeichneten alles auf, führten akkurat Buch. Deswegen mußte Halley nicht selber 2-3 Mal 70 Jahre durchleben, er konnte auf diesen Aufzeichnungen von ein paar Jahrhunderten zurück greifen. Und genau so all die anderen „Astronomen“, die heute in der Schule als nahmhafte Wissenschaftler und Entdecker dargestellt werden, aber die in der Wahrheit genau so Freaks, Astrologen und Gauckler waren, wie all die anderen.

    Was immer die Historiker heute von der finsteren katholischen Kirche und von der Verbrennung Giordano Brunos erzählen: Bevor er verbrannt wurde, mußte er irgendwoher seine Ideen herhaben. Und das hatte er nur in der katholischen Klosterschule alles erlernen können, was ihm zu seinen „ketzerischen“ Überlegungen führte.
    Das ist naheliegend. Aber die heutigen Betreiber des Kirchenbashings unterschlagen das, denn es passt nicht in ihre Propaganda. Dagegen blühten im Islam die Wissenschaften und dort wäre niemand verbrannt geworden, der behauptet hätte, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums sei, dass es möglicherweise auch viele andere Sonnensysteme gibt? Dennoch kam kein Moslem im Mittelalter auf solche Idee. Warum nicht? Vielleicht, weil es dort keine Klosterschulen gab? Oder weil die dortigen Leute gar nicht so rechts und links allen möglichen Ideen nachgingen? Weil die Kultur des Zweifels, Hinterfragens und Haders dort nicht ermutigt, sondern total unterbunden war? Weil man dort nicht mal die bildlichen Darstellungen duldete, ein lebenswichtiges Fördermittel der Phantasie und der Kreativität?

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