Bibel+Offenbarung

Auch wenn biblische Texte verändert worden sind (was textkritisch nachverfolgt werden kann – womit der ursprüngliche Text weitgehend wieder herstellbar ist) oder in unterschiedliche Weise überliefert wurden, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht als Wort Gottes zu verstehen sind. Gott offenbarte sich nicht in dem wortwörtlichen Wort – was Mohammed von seinem Koran behauptet – sondern in Jesus Christus: Und die Autoren der Texte, spiegeln dieses Ereignis wider: Und die Texte können in jedem Leser und jeder Leserin zum Wort Gottes werden, weil im christlichen Glauben zur Offenbarung noch einer hinzukommen muss: Der Heilige Geist. Er macht das Wort Gottes für den Menschen erst zum Wort Gottes. Das ist etwas, worüber man nachsinnen muss, nachdenken – aber das war einem Mohammed in diesem Maße nicht gegeben. Er war da eher einfacher gestrickt. (Man kann ihm nicht den Vorwurf machen, dass er Kind seiner Zeit, seines Ortes, seines Geistes ist. Aber er gibt ja mit dem, was er sagt, an, es sei Allahs = Gottes Wort.) Vielleicht etwas anders formuliert: Was für Mohammed der Koran ist, das ist für Christen Jesus Christus – nicht die Bibel. Mohammed sieht den Koran als Offenbarung Allahs an – Christen sehen Gott in Jesus Christus offenbart. Wir glauben nicht an die Bibel, sondern an Gott in Jesus Christus und in seinem Geist, der uns Gott vergegenwärtigt.

Impressum auf www.wolfgangfenske.de – http://literarisches.wolfgangfenske.de/3.html