Bezug: taz – Nicht ohne Falsch

Noch einmal – wie am 27.5. versprochen – will ich Bezug auf den taz-Artikel nehmen http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/was-die-denken-die-nicht-denken/ , aber meinen Beitrag verallgemeinern: Ich verstehe nicht, wie sich manche Menschen darüber wundern können, dass Atheisten, die sich gegen Christen wenden, auch gegen den Islam wenden können. Atheisten wenden sich nun mal gegen Glaube an Gott und Götter – und dann müssen sie doch keine Nazi-Nahestehende Menschen sein, wenn sie den Islam ablehnen. Ich verstehe nicht, wie sich Menschen wundern können, dass sich Frauen gegen islamische Vorstellungen wehren und ebenso Homosexuelle – ahnen/wissen sie doch um die drohenden Gefahren und Unterdrückungen durch den Islam. Darum geht ja die ganze Propaganda dahin, den Frauen zu signalisieren: Der Islam achtet euch, bringt euch Freiheit… Wieso wundern sich eigentlich manche Menschen, dass es Christen gibt, die sich gegen den Islam als Religion wenden – greift er die Christen und Juden doch auch glaubensmäßig massiv an. Wer sagt, dass Juden und Christen die Bibel verfälscht hätten, muss sich gefallen lassen, dass diese sagen: Das sagst du – nicht Allah – das sagst du im Namen Allahs, und das ist Quatsch: Reden wir mal über das, was du Fälschung nennst. Wer sagt, dass das mit Jesus alles ganz anders war als Christen glauben, um seine eigene Idee durchzusetzen, muss sich doch nicht wundern, wenn Christen sagen: Hoppla, wie kommst du auf so irrsinnige Ideen? Der christliche Glaube und der Islam sind nicht kompatibel – und es dürfte sich so langsam herumgesprochen haben, dass der jeweilige Glaube auch Auswirkungen auf die Gesellschaftspolitik hat. (Das heißt freilich nicht, dass Christen sich aggressiv gegen den einzelnen Muslim wenden dürfen – sie dürfen es nicht, weil das der Grundlage, die Jesus Christus gelegt hat, widerspricht.) Warum wundern sich manche, dass sich Menschen, die die Demokratie lieben und die Gleichheit aller Menschen durchsetzen wollen, gegen den Islam wenden, denn nirgendwo, wo er auftritt, haben sich entsprechende Strukturen entwickelt – im Gegenteil. Wenn also all diesen Menschen das Recht abgesprochen wird, gegen den Islam zu argumentieren, dann hat das propagandistische Ursachen. Und muss so ernst genommen werden wie Propaganda ernst genommen werden muss: Als unseriöse journalistische Arbeit.  

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