Papst – Geburtstag

Vor ein paar Tagen hatte der Papst Geburtstag. Mein Beitrag dazu, wurde verschluckt – und dann ging im Blog gar nichts mehr. Nun versuche ich noch einmal den einen oder anderen Gedanken zusammenzufassen.

Der Papst wurde ja nicht Papst, um zu einem Atheisten oder protestantischen Pfarrer zu mutieren. Er ist Oberhaupt der Römisch Katholischen Kirche. Warum wundern sich einige, dass er es auch bleibt? Ich als Protestant sehe so manches anders: Ich bin kein großer Freund von Hierarchien, sehe die Rolle des Priesters/Pfarrers auch weniger betont, um nur das zu nennen. Oder als neutestamentlicher Exeget sehe ich die Bibel durch den Papst zum Teil recht eigenwillig ausgelegt. Aber all die Reaktionen des Papstes sind für den, der sich ein wenig mit katholischer Tradition auskennt, durchsichtig, transparent, erwartbar. Er muss auch so agieren, weil er ja nicht allein Oberhaupt einer deutschen Provinzkirche ist, sondern eben einer Kirche, die weltweit die unterschiedlichsten Gruppen und Grüppchen unter seinen Papsthut halten muss. So kann er nicht Zölibat Zölibat sein lassen, weil ein paar Deutsche lieber verheiratete Priester sähen… Usw. usw. Lieber Bruder Papst, bleib weiterhin so berechenbar – das wünsche ich mir als Nichtkatholik. Auch die Papstkritiker sind berechenbar: Immer dieselben Themen, immer dem augenblicklichen Zeitgeist untertan… – ganz transparent prallen hier zwei Welten aufeinander.

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