Leiden an den Kindern Gottes

Ich begegne so manchem Menschen, der aus Schmerz, den Kinder Gottes ihnen zugefügt haben, die Kirche verlässt. Der Mensch sieht nur bis zu diesem Christen – und Gott verschwindet für ihn. Häufig darum, weil sich dieser Christ (auch als Teil der Institution) in seiner Schuld sehr groß macht, sich in seiner Arroganz und Lieblosigkeit aufplustert, so sehr aufplustert, dass Gott hinter ihm nicht mehr gesehen werden kann. Es ist nicht jeder Mensch in der Lage, diesen fehlbaren Christen zu durchschauen, sodass man hinter ihm noch ein Zipfelchen von Gottes schützenden Mantel oder einen Strahl von Gottes Licht sehen kann. (Freilich bleibt immer die bange Frage: Bin ich für den einen oder anderen Menschen auch einer, der sich zwischen ihn und Gott schiebt? Der verantwortlich dafür ist, dass der andere Gott nicht mehr sehen kann?) Von daher: Schaut hinter uns Christen, wenn wir uns vor Gott stellen. Wenn Christen mauern, und in ihren Mauern keine Türen lassen, brecht sie ein, damit ihr Gott sehen und zu ihm gelangen könnt. 

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