Kirche und Islam 1

Lange bevor Mohammed geboren wurde, hat sich die Kirche mit unterschiedlichsten Ansichten ihrer Glaubenden auseinandergesetzt: Wer war Jesus Christus? War er allein Mensch? War er allein Gott? Wie ist das Verhältnis beider zu denken? Mohammed machte tabula rasa: Wer Jesus war? Ein Prophet. Punkt aus. Entsprechend haben Christen seit früher Zeit Mohammeds Ansichten unter den verschiedensten Gesichtspunkten abgelehnt – wie die Ansichten eines anderen christlichen Häretikers auch. Bischof Johannes Nikiu hat in seiner Weltchronik (um 640) den Islam mit der Apokalypse des Johannes (13. Kapitel) als Glaube des Tieres bezeichnet – da geht es um den Drachen, der die Glaubenden verfolgt, sie bekämpft, den letztlich viele Menschen anbeten. Johannes von Damaskus (* um 675) war zunächst Finanzminister eines Kalifen, quittierte jedoch den Dienst, als er zum Islam übertreten sollte. Auch er bezeichnet den Islam als Vorläufer des Antichristen und den Koran als Märchenbuch, in dem Mohammed viele absurde Geschichten zusammengefaselt habe. Bischof Theodoros (Abu Qurra) (* um 750) wendet sich vor allem gegen die Unterdrückung der Christen durch den Islam, die Folterungen von Christen durch die muslimischen Steuereintreiber, und diskutiert mit Muslimen über ihren Mohammed (Feind Gottes, nicht von Gott gesandt, Theologie dieses Verrückten…) (s.: Adelgunde Mertesacker: Der Islam im Zeugnis von Heiligen und Bekennern, Lippstadt 2000).

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