Erinnerungen 8

An zahlreiche Menschen, die Spuren in meinem Leben hinterlassen haben, möchte ich wieder erinnern – nicht nur in meinem Leben, es geht um öffentlich bekannte Menschen. So die Schauspieler Spencer Tracy (*5.4.1900) und Gregory Peck (ebenso * am 5.4.1916) oder Doris Day (* 3.4.1924). Jeder sieht wohl eigene Film-Szenen vor seinen Augen aufziehen. Zunächst sei die Schriftstellerin Bettina von Arnim (*4.4.1785) angesprochen: Die Frau, die versuchte, den Armen eine Stimme zu geben, und die ihren Salon auch für politische Erneuerer öffnete http://www.uni-ulm.de/LiLL/3.0/D/frauen/biografien/Jh19/arnim.htm. Genannt seien die Schriftsteller Peter Huchel (* 3.4.1903) und Max Frisch (+ 4.4.1991). Meine erste Bekanntschaft mit Max Frisch: in der Schule. Peter Huchel musste ich mir selbst nahe bringen – durch meine Liebe zu Gedichten. Er selbst eckte in der DDR politisch an, wurde politisch gemobbt, durfte zunächst nicht ausreisen – aber dann endlich doch… – all die Schikanen, die das politische System kannte, musste er über sich ergehen lassen. Ich muss sagen, dass Huchel-Gedichte mir viel bedeutet haben. Eines seiner bekannten: „Chausseen// Erwürgte Abendröte / Stürzender Zeit! / Chausseen. Chausseen. / Kreuzwege der Flucht. / Wagenspuren über den Acker, / Der mit den Augen / Erschlagner Pferde / Den brennenden Himmel sah. // Nächte mit Lungen voll Rauch, / Mit hartem Atem der Fliehenden, / Wenn Schüsse / Auf die Dämmerung schlugen. / Aus zerbrochenem Tor / Trat lautlos Asche und Wind, / Ein Feuer, / Das mürrisch das Dunkel kaute. // Tote, / Über die Gleise geschleudert, / Den erstickten Schrei / Wie einen Stein am Gaumen. / Ein schwarzes / Summendes Tuch aus Fliegen / Schloß ihre Wunden.“ Kriegserlebnisse. Der Todestag von Picasso war am 8.4.1973. Guernica: http://www.lena-gieseke.com/guernica/movie.html E.O. Plauen beging suizid, bevor sein Prozess vor Freislers Volksgerichtshof stattfinden sollte – denunziert von einem Nachbarn. Vater und Sohn: http://www.vaterundsohn.de/presse_jubilaeum_75Jahre_Bildmaterial.asp?WKorbUID=163683355 1934 ermordet vom Nazi-Schergen: Erich Mühsam (der am 6.4.1878 geboren worden war). Seine Frau Zenzl erlebte unter dem Kommunismus, auf den sie ihre Hoffnung gesetzt hatte, auch schlimmste Zeiten http://de.wikipedia.org/wiki/Zenzl_M%C3%BChsam. Da wir bei diesen schlimmen Taten sind, die Menschen einander antun: am 4.4.1968 wurde Martin Luther King ermordet. Kleinkarierte Kikifaxe suchen in jeder Biographie wahrhaft großer Menschen, Menschen, derentwegen man die Hoffnung nicht aufgibt dunkle Seiten. Aber diese tun der Größe keinen Abbruch. Schon in jungen  Jahren habe ich viel von und über King verschlungen.

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