Karfreitag-Lied

Heute zum Karfreitag folgendes Stück: http://www.youtube.com/watch?v=RTLRp2zU3x0

Der Text: http://de.wikipedia.org/wiki/O_Haupt_voll_Blut_und_Wunden 

Warum ist Karfreitag, der Tod Jesu am Kreuz für Glaubende so bedeutsam? Drei Gründe will ich nennen:

Mitleiden: Wir Menschen können sagen: Ich leide alleine oder: Gott lässt mich allein leiden… Doch hoffen wir immer, dass es anders ist, dass jemand das Leiden tragen hilft, dass Gott selber nicht so abgehoben ist, von uns weit weg, sondern in seiner Liebe, Kraft und Trost schenkt. Wenn wir auf das Leiden Jesu am Kreuz sehen, dann spüren wir: Gott leidet mit uns in Jesus Christus mit – und weil er in seiner Liebe mit uns leidet, weiß er, was Leiden ist und kann uns stärken und trösten. 

Sündenvergebung: Wir Menschen können sagen: Ich habe keine Schuld/tue keine Sünde. Doch so ganz glauben wir es uns nicht, wenn wir unser Tun, Denken usw. sensibel betrachten. Wenn wir auf das Kreuz sehen, wird uns zugesprochen: Gott vergibt dir deine Schuld. Das befreit uns von unserer Vergangenheit.

In Verbindung mit der Auferstehung: Überwindung des Todes. Wir Menschen können sagen: Es gibt keine Auferstehung oder: Ich glaube an eine andere Art Weiterleben. Doch so ganz glauben wir das nicht, wenn wir realistisch auf den Tod sehen. Wenn wir auf den hingerichteten Jesus sehen und von der Erfahrung hören, die Menschen mit dem Auferstandenen gemacht haben, können wir uns sagen lassen: Gott wird auch dich auferwecken.

Freilich können wir sagen: Ich wäre aber einen anderen Weg gegangen als Gott. Ich hätte Leiden, Sünde und Tod einfach abgeschafft. Die allgemeine Antwort ist: Dann wäre der Mensch nicht mehr Mensch, er wäre Marionette, ohne freien Willen, ohne Verantwortung. Wie auch immer: Gott ist nun einmal diesen Leidensweg gegangen, um uns nahe zu sein, um uns zu helfen. Diesen Weg kann man, trotz aller inneren Widerstände auch annehmen – und wird stärker, getroster, freier. 

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