Moscheefreunde

In der Überschrift heißt es: „Tausende demonstrieren gegen Moscheefeinde“ http://www.welt.de/politik/deutschland/article6963981/Tausende-demonstrieren-gegen-Moschee-Feinde.html Sind die Tausende alle Moscheefreunde?

Gestern war im Heute-Journal ein Beitrag über eine türkische Familie. Sie ist wieder in die Türkei gezogen. Verschiedene Gründe wurden genannt, dominant stand aber im Raum, dass seine Bewerbungen hier abgelehnt worden sind. Er selbst hat sich dann in der Türkei ein gutes Leben aufgebaut. Dazu: Jeder muss sich bewerben. Und die Ablehnungen nimmt man zwangsläufig persönlich. Jeder findet einen außer ihm liegenden Grund, manche begründen das mit ihrer Abstammung, statt mit der starken Konkurrenz. Dass er mit dieser Ausbildung seine Konkurrenten in der Türkei schlägt, dürfte auch einleuchtend sein. Was mir an dem Beitrag nicht gefallen hat: Indem er das wunderbare Leben dieses Menschen in der Türkei gezeigt hat, macht er ja gerade das, was in der Anmoderation gesagt wurde zunichte: Es ist schade um jeden Ausgebildeten, der geht. Denn er lockt die Ausgebildeten ja gerade wieder in die Türkei. Ich wünschte mir auch ein besseres Miteinander in dem vom Grundgesetz (und anderen Gesetzen) gegebenen Raum. (Und darum ärgere ich mich ja über Funktionäre, die sich mit diesem Weg schwertun – und auch damit dazu beitragen, dass in Bewerbungsverfahren sicherlich so manches Mal Menschen mit türkischer Tradition benachteiligt werden.)    

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