Bewerbungen

Die neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes fordert Bewerbungen ohne Namen und Foto. Wie kam sie eigentlich auf die Stelle? Sicher wäre, wenn sie sich ohne Namen und Foto beworben hätte, auch ohne Vitamine – ein sonst ethnisch und wegen seines Akzentes Diskriminierter genommen worden, nicht sie. 😉 Warum fangen wir nicht bei solchen Stellen an?: http://www.migazin.de/2010/03/22/aufruf-zu-entschiedenem-kampf-gegen-alle-formen-von-rassistischer-diskriminierung/ 

Dass Ablehnungen zu Selbstethnisierungen führen, dürfte nicht von der Hand zu weisen sein. Dass aber auch freundliche Fragen: Wie ist es so in Marokko, wie lebt man dort usw. negativ sind, weil sie zu Selbstethnisierungen führen, negativ sind – auf die Idee muss man erst kommen. (Was ist an Selbstethnisierung so schlecht?) Ich wurde häufig gefragt: Wie war es denn in Brasilien, gibt es Schlangen, ist es immer heiß usw. usw. – aber ich habe das nie als negativ empfunden, geschweige denn, dass es mich zu einer Selbstethnisierung geführt hätte. Im Gegenteil. Da steht man im Rampenlicht und weiß was, was andere nicht wissen… – Man kann auch in allem negative Aspekte sehen. Was können wir hieran jedoch wieder einmal bemerken? Die Einheimischen sind Schuld, wenn sich Menschen anderer Länder selbstethnisieren. Nicht nur ihre ablehnende Haltung, auch ihre neugierigen Fragen – ja, ihre gesamte Existenz ist negativ, weil sie… – ach lassen wir das. http://www.migazin.de/2010/03/16/zu-auslandern-wird-man-gemacht/ 

Und noch so ein Artikel: Schuld sind die anderen, selbst in ihrer Hilflosigkeit, wie man Migranten-SchülerInnen helfen kann: http://www.migazin.de/2010/03/11/signale-gegen-frust-und-unverstandnis/ Und Einzelfälle werden stilisiert und sollen Beispiel sein für allgemeine Diskriminierungen. Wer hat nicht Erlebnisse gehabt: davon, dass man zurückgewiesen wird – ich kann Lieder von singen, wie ich als Pfarrerskind auch von einem Lehrer ständig irgendwas gegen Pfarrer zu hören bekam – aber ich wäre nie auf die Idee gekommen zu sagen: (Fast) alle Lehrer sind so.

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Eine Antwort auf „Bewerbungen“

  1. „…….Diskriminierungsfreie Kultur angestrebt
    Lüders unterstrich: “Wir wollen alle davon überzeugen, dass Vielfalt uns voranbringt. Eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ist lebenswerter. Deutschland soll ein Land werden, das von einer diskriminierungsfreien Kultur geprägt ist”, sagte Lüders. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist auch Mitglied im Forum gegen Rassismus – einem Zusammenschluss von rund 90 Organisationen, die sich für die Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt einsetzen.“
    Den normal denkenden Bürger beschäftigen zwei Dinge:
    Wer hat diese Frau angeheuert und was bekommt sie an „Lebens-Mittel“ für ihren Job. Man wird davon ausgehen dürfen, dass unsere Steuergelder diesem Wirrgeist zur Verfügung stehen. Nun ja, der Bund hat`s ja. Oh, doch noch die Frage: Wie viele schwach-sinnige Akteurinnen gebären die politischen Parteien noch???
    Armes Vaterland!
    Das Echolot

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