Entreligionisierung der Gesellschaft

Das ist mal wieder so ein eigenartiger Artikel meiner Lieblingsseite, dem Migazin. Da wird gefordert, dass der Alltag entreligionisiert wird: Religion soll im Alltag keine Rolle spielen, weil es vielfach um Dinge geht, die mit Religion nichts zu tun haben. So z.B., wenn ein Migrantenkind Hausaufgaben nicht gemacht hat. Recht hat der Verfasser (Michael Kiefer). Nur – was folgt dann im Artikel? Dann folgt, dass man in den Kommunen mehr Rücksicht auf Migranten nehmen müsse und dass die konfessionelle Wohlfahrt nicht mehr Garant für Pluralität und Offenheit sei. Meine leise Frage: Wie kommt es eigentlich, dass Religion bei nicht-herbeigebrachten Hausaufgaben aufeinmal eine Rolle spielt? Liegt es an den Lehrern oder den muslimischen Eltern, die aufgrund eines Vorwurfs der Lehrkraft gegen die Faulheit einen Vorwurf gegen den Schüler als Muslim konstruieren? Der Artikel sagt kurzgefasst: Im Alltag der Gesellschaft spielt Religion keine große Rolle – allerdings sollte die Gesellschaft auf Muslime mehr Rücksicht nehmen. Der gesamt Artikel ist mal wieder das, was man in diesem Magazin und bei dessen Freunden immer wieder findet: Die Mehrheitsgesellschaft soll sich anpassen.

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Eine Antwort auf „Entreligionisierung der Gesellschaft“

  1. Sarazin „legt nach“….Westerwelle „legt nach“…. Wer legt noch nach?….? Zu wenige legen vor und noch weniger legen in unserem Land „nach“. Der deutsche Bürger „Normal- für sich Gebraucher“ ist sich selbst genug und kein Freund vom „Vorlegen“ und „Nachlegen“. Hauptsache, er hat seine Wurst auf dem Brot und seinen Urlaub in Übersee in der Tasche.
    Welch eine journalistische Sprachverrenlung: NACHLEGEN statt „man steht zu seinem Wort und begründet es“.
    Das hat Herr Sarazin getan -und die gutmenschlichen Jour- nalisten schwadronieren unverdrossen die alte Laier: auch sie „legen nach“. Aber was? Primitiver geht`s nimmer!

    „Von Gisela Kirschstein 10. März 2010, 18:55 Uhr
    Thilo Sarrazin nimmt beim Disput mit Hessens Integrationsminister kein Wort seiner Kritik zurück, sondern legt nach: Er sieht Ausländer gefordert, sich selbst zu bilden – und meint vor allem die Türken. Sie sollten nicht nur türkische Zeitungen lesen und türkisches Fernsehen schauen. Russen würden sich mehr anstrengen.“

    Wer in deutschen Landen sich nicht politisch korrekt gleichschalten lässt, ist persona non grata. Die Freiheit der Meinung und ihre wahrnehmbare Äußerung sind nicht erwünscht.
    In diese Wunde politischer Geistesverwirrung legt unter anderen Herr Sarazin seine Hand in die Wunde deutscher Geschichte und Kultur. Sein Mut zur Wahrheit und zu seiner Erkenntnis als deutscher Politiker zu stehen, ist vorbildhaft.
    Sicher nicht, leider!, für die politisch herrschende Klas-se in Bund und Ländern.
    Das Schlimme: Diese „Klasse“ weiß sehr wohl, was in der von ihr vertretenen und praktizierten Politik „Dichtung und Wahrheit“ ist.
    Die ständige Versicherung eben der politischen Machtha-
    ber, „christliche Werte“ zu wahren und zu leben, macht die ganze Politik noch jämmerlicher -weil sie diese Grundwer-
    te eben nicht leben, weil sie diese offensichtlich nicht für opportun halten. Vox populi ist gefragt.
    Wohin fährt der Wagen verfahrener und orientierungsloser
    deutscher und europäischer Politik?
    Nur gut, dass wir um die Verantwortlichen dieser Geister-fahrt wissen -auch das wird in den Geschichtsbüchern der kommenden Generationen stehen -wenn es diese denn noch gibt.
    Das glaubt zumindest das
    Echolot

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