Hm

Zu Margot Käßmann. Jesus sagt: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Aber es gilt auch das Wort Jesu an die Frau: Sündige nicht wieder. Sie kann dankbar sein, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist. Der Schaden, den die Evangelische Kirche genommen hat, wird hoffentlich verkraftbar sein. Doch hat das Vertrauen zu ihrem Wort Schaden genommen – und ich fände es gut, wenn sie sich erneut für das Amt zur Verfügung stellt, wenn sie die Glaubwürdigkeit wieder erarbeitet hat.  

Zu Ude, Bürgermeister von München – Oberbürgermeister: Er ist ärgerlich und enttäuscht. Hat er doch Erdogan, den Führer der Türken, eingeladen, dass er bei der Einweihung der neuen Prunk-Moschee in München dabei sein solle. Der wollte auch kommen. Nun wird sie nicht gebaut, weil kein Geld da ist. Tja, Herr Ude: Erdogan wäre sicherlich gern gekommen – aber wer sagt denn, dass er auch dachte, er müsse das Geld geben? Er kann doch freudig eine Einladung annehmen – weil er davon ausgeht, dass der Gastgeber die Zeche bezahlt und nicht der Gast. http://www.abendzeitung.de/muenchen/168068 Und da sage doch noch einer, Ude sei nicht lernfähig. Er droht sogar: Das üble Verhalten der Ditim wolle er weitersagen, was den Bau von Moscheen in anderen Städten nicht beflügeln werde. Schaut, er hat gelernt, denn Erdogan sagt ebenso drohend: Weil Deutschland und Frankreich den Beitritt der Türkei zur EU etwas weniger freudiger entgegensehen, würde die türkische Bevölkerung diese Länder negativ sehen.  http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/541526/index.do?offset=25&page=2#kommentar0 

Was ist hier los? Der Verein Hatun&Can e.V., der sich für Frauen aus dem islamischen Kulturkreis einsetzt, ist durch Alice Schwarzer unter Beschuss geraten: wegen Veruntreuung von Spendengeldern. Er wehrt sich: http://www.hatunundcan-ev.com/index.php?option=com_content&task=view&id=48&Itemid=36 Der 63.000€ teure Wagen sei für die Arbeit notwendig gewesen.

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Eine Antwort auf „Hm“

  1. Zu der Bischöfin M. Käßmann:
    „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen“…das war die erste Reaktion des Echolots beim Lesen der Nachricht. Oder aber: „Pack an deine eigene Nase“. Sicher. Das ist richtig.
    Doch die Frage drängt sich dem Echolot immer stärker auf beim Bedenken des Vorfalls:
    Wie steht es mit der Vorbildfunktion von Amtsträgern. Nun ja, da sind wir Vieles gewohnt -und Vorbilder sind in unserem Lande Mangelware. Frau M. Käßmann allerdings ist nicht irgendeine Führungsfigur: sie ist Bischöfin einer protestantischen Landeskirche. Sie ist Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zu ihren Aufgaben gehört es, vorbildhaftes Verhalten einzufordern.
    Und nun das…….
    Hier steht die nachhaltige Frage nach Ehrlichkeit (Glaubwürdigkeit)der Ratsvorsitzenden im Raum.
    Der „Fall Käßmann“ ist aber auch eine Frage nach der Glaubwürdigkeit des Rates der EKD: Das Vertrauen dieses Gremiums in die Vorsitzende ist richtig und ehrenwert. Dieses aber darf nicht bedeuten, dass es ehrenwert und richtig für Frau Käßmann wäre, ihr Amt als prominenteste
    Vertreterin der deutschen Protestanten zu behalten.
    Frau M. Käßmann sollte Ihr Amt zur Verfügung stellen. Das wäre vorbildhaft und würde der Kirche und den Christen zur Ehre gereichen.
    Man kann schlichtweg nicht von anderen vorbildhaftes Leben fordern, wenn man sich selbst diesem Anspruch an das eigene Verhalten entzieht.
    WF hat recht -aber das ist eben nicht alles
    meint das
    Echolot

    Absolut abwegig und in jeder Hinsicht problematisch ist der „Rechtfertigungsversuch“ Herrn W. Thierses und anderer, Frau Käßmann ihre Krebserkrankung und ihr „dazu Stehen“ in diesem Fall zugute zu halten. Mir derartigen Äußerungen könnte man ungezählte an krebserkrankte tapfere Frauen und Männer diskriminieren. Man sollte darüber mal nachdenken.

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