Wissenschaft und Glaube

Lesenswert: Wissenschaft versucht Glauben zu erklären: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=2764 Dort wird auch gesagt, dass Autoritätsgläubigkeit Glauben fördert – das dort genannte Beispiel ist doch sehr amüsant. Man muss nur einmal meinen Blog ansehen – autoritätsgläubig? Oder die Bekennenden Kirchen während der NS-Zeit, oder Luther (der übrigens am 18.2.1546 verstorben ist) – alles Autoritätsgläubige. Das heißt, man kann für alles Gegenbeispiele bringen, gerade zu diesem Thema, weil Autoritätsgläubigkeit eine soziologische Frage und nicht allein eine Glaubensfrage ist. Nett finde ich auch den Versuch, Glauben im Gehirn zu verorten. Wo soll er denn sonst verortenbar sein? Das sagt nämlich nichts über die Herkunft des Glaubens aus. Wenn ich weiß, welcher Teil des Gehirns für die Sprache verantwortlich ist, sagt das noch lange nichts über die Herkunft der Fähigkeit aus zu sprechen. Oder der Versuch, Hirnverletzungen mit Spiritualität in Verbindung zu bringen ist nett. Boxer müssten da ja besonders spirituell veranlagt sein. Wie dem auch sei: Es ist schön, dass man sich um den Glauben kümmert. Ob der Glaube mit dunklem Wasser zu vergleichen ist, auf dem die schnittige Yacht der Wissenschaft daherfährt – frage ich mich noch. Eher versucht man mit einer Tranfunzel das Licht auszuleuchten.

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