Vergessen

Ich habe ganz vergessen an folgende (für mich) große Schriftsteller zu erinnern: Matthias Claudius ist am 21.1. 1815 geboren worden. Er ist, wie ich neulich irgendwo las, der Dichter der heimlichen Hymne Deutschlands: Der Mond ist aufgegangen. Was ich an Claudius so mag, ist auch seine Biographie. Ein nicht leichtes Leben – immer auch mit einer Prise Humor gelebt. — Am 21.1. 1950 ist George Orwell gestorben. Dieser große moderne Prophet, der Die Farm der Tiere und 1984 geschrieben hat. Wer Zeit hat und wieder mal etwas schrecklich Gutes lesen möchte, sollte beide Texte lesen – ihm werden die Augen über unsere Gegenwart aufgehen, die in solche Richtungen weist – wenn wir nicht aufpassen. — Am 22.1.1729 ist Lessing geboren. Lessings Nathan hat eine wichtige Botschaft – auch wenn sie, wie Ihr, meine Blogleser wisst, nicht meine Meinung wiedergibt. Aber Lessing hat die Luft der Freiheit in unserem Land mitgeprägt. Und darum ist er nicht zu unterschätzen – im Gegenteil: hoch aufs Podest zu heben. 61 Jahre später ist Lord Byron geboren worden. Der dunkle Romantiker. Fasziniert vom melancholischen Wahnsinn des Menschen – und diesen in Worte gebracht (ich denke dabei an seine Gedichte). Auch das ist eine Kunst. Ich muss sagen: Ich bekomm es so nicht hin. Vielleicht auch gut so. 

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