Taliban

Jeder irgendwie denkende Mensch lacht über den Schwachsinn oder schüttelt nur den Kopf, Taliban von ihrer Clique abhalten zu wollen – mit ein paar Euros. Das hat mit Realität nichts mehr zu tun – vor allem auch, wenn man bedenkt, dass es ja auch um Ideologie und die damit verbundene islamische Religion geht. Es geht doch nicht – und auch das lässt bei diesem Bestechungsversuch tief blicken – einfach nur um einen Irgendwer in irgendeinem Büro, der ein paar Euros benötigt, um sich ein paar Annehmlichkeiten finanzieren zu können: Es geht um eine Ideologie, in der Menschen sich das Paradies im Jenseits und die Beherrschung der Menschen im Diesseits ersehnen. Nun: Einer reagiert sinnvoll darauf: Broder: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,674152,00.html 

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Eine Antwort auf „Taliban“

  1. Das ganze Gedankengebäude um die „Heimholung in die kultivierte Gesellschaft des Abendlandes“ der „guten“ Taliban in Afghanistan ist genau so naiv und gefährlich, wie der ungebrochene Umgang der Multikultiträumer mit Menschen anderer Kulturen. Ausgangspunkt eines im Grunde überheblichen Denkens ist totaler Mangel an Realitätssinn und eine Verkennung dessen, was möglich und nötig ist.
    Es muss gesagt und bis zum Gehtnichtmehr wiederholt werden: wir können nicht ungestraft unsere Kultur, unser Weltbild und unser Denken den Menschen aufzwingen wollen, deren Leben seit Jahrtausenden tief verwurzelt ist
    in archaischem Boden mit all dem, was dieser „Boden“ an
    Leben für sie und die Vorfahren bedeutete und bedeutet.
    Aber gerade eine solche Einsicht fehlt offensichtlich den Politikern des „aufgeklärten“ Abendlandes -und hier nicht zuletzt denen der Europäischen Union.
    Könnte es nicht sein, dass selbst der letzte afghanische Patriot auf die Barrikaden geht angesichts dessen, was er als Beleidigung und ehrenrührig empfinden muss: Die Zumutung der „Fremden“, seine Heimat für Geld zu „verkaufen“?
    Das ändert nichts am guten Willen, das uns nach wie vor „fremde“ Land zu befrieden. Das aber wird nur m i t den Bewohnern gehen -und die sind nicht käuflich, weder mit Geld noch mit den oft fragwürdigen „Segnungen“ des Abendlandes. Das zu übersehen ist gefährlich und das nicht wahrhaben zu wollen führt nicht zu dem ersehnten Ziel:
    nämlich Land und Bewohnern aus der kriegerischen Zerrissenheit zu einem friedlichen Miteinander zu verhelfen.
    Darüber und über mehr im Zusamenhang nachzudenken, bittet mit guten Wünschen über den Tag hinaus das
    Echolot

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