Gott =

Gott definieren? „Definieren“ = begrenzen. Wer einen Menschen definiert, begrenzt ihn, setzt ihn in sein Schublädchen, um ihn verstehen zu können. Dieser Kerl ist dämlich – das heißt: Man hat ihn begrenzt, indem man ihn in das Schublädchen „dämlich“ steckt. Und da kommt er dann nicht mehr so schnell heraus. Steckt man ihn in das Schublädchen „wow, ist der schlau!“ – dann muss er schon viel tun, um auch da wieder herauskrabbeln zu können. So ist eine Definition Gottes eine Begrenzung Gottes. Sicher, wir benötigen Bilder, wir machen uns ganz automatisch Bilder von Gott bzw. dem Menschen, dem wir begegnen. Die Gott angemessene Haltung ist nicht die, ihn in ein Schublädchen zu stecken, sondern sich für die vielen Gottesbegegnungen offen zu halten. Das heißt freilich nicht, dass Gott alles Mögliche sein kann. Unser eines christliches Schublädchen gibt es nicht: Es gibt nur einen riesen Schrank mit zig Schublädchen: Und wer sich mit Jesus beschäftigt, wird zahlreiche Schublädchen mit Gottesbildern füllen können. Aber Achtung: Man wird nie fertig damit – Gott ist immer wieder überraschend! Aber: Durch und in Jesus kommt man Gott so nah, dass er sich einem immer wieder neu erschließt.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de