Gott-Allah

Muslime in Malaysia wollen nicht, dass Christen zu Allah beten: http://networkedblogs.com/p23447919 – darum brennen sie Kirchen nieder. Christen arabischer Staaten beten schon immer zu Allah, weil Allah „Gott“ heißt. Dann kam, wie neulich gesagt, Mohammed und hat gesagt, nur Muslime sind wahre Anbeter Allahs/Gottes. Und dann gibt es strenge Mohammedanhänger, die auch heute nicht wollen, dass Christen weiterhin zu Allah beten – weil deren Allah ja nicht ihr Gott sei. Das wäre so, wie wenn hier eine Gruppe ein goldenes Kalb als Gott ansieht und ihn so benennt – und nun den Christen verbieten möchte, weiterhin Gott anzubeten. Oder, um manche atheistischen Freunde zu befriedigen: Wenn eine Gruppe ein um die Sonne fliegendes Spaghetti-Monster als Gott anbeten würde – und nun Christen daran hindern würde, Gott anzubeten. Wir Europäer haben es da leichter: Wir können sagen: Unser Gott, der Gott, den Jesus und wir Vater nennen, ist nicht Allah – weil Allah für uns der Name eines Gottes – des Gottes der Muslime – geworden ist. Vielleicht ein Vorschlag zur Güte: Es gibt viele Gottesbilder – aber nur einen Gott. Unser Gottesbild unterscheidet sich von Schiva, von Allah, von Re und Zeus (um die alten wieder auszugraben), von… Unser Gottesbild ist vom Juden Jesus, dem Christus, bestimmt, dem wir vertrauen, den wir als den Lebendigen erfahren haben – und nicht bestimmt vom Helden Mohammed. Für arabische Christen ausgesprochen: Unser Wissen über/von Allah ist vom Juden Jesus, dem Christus bestimmt… – und nicht bestimmt von der Audition des Auditionärs Mohammed. Und wir Christen können sagen, dass es nicht nur unser selbst gemachtes Gottesbild ist, sondern: So ist Gott. Freilich sagen Muslime das auch. Aber muss uns das stören? – Eigentlich nicht. Ich finde es nur äußerst störend, wenn „Allah ist größer“ bei irgendwelchen Schandtaten ausgeschrien wird und das dann mit „Gott“ übersetzt wird. Das ist Gotteslästerung.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

Eine Antwort auf „Gott-Allah“

  1. In der „Welt am Sonntag“ vom 10. Januar 2010 schreibt auf Seite 8 Ernst Cramer einen Beitrag unter dem Thema
    „Die religiöse Freiheit ist absolut“. Dazu heißt es dann:
    „Ernst Cramer weiß, dass muslimische Länder es den Christen nicht leicht machen. Und doch sollen Muslime und andere Glaubensgemeinschaften bei uns ihre Gotteshäuser bauen.“
    Dazu muss gefragt werden, ob der Autor des Artikels weiß, dass in den islamischen „Gotteshäusern“ auch in Deutschland oft genug nicht der Islam und seine religiösen Bezüge (nach christlichem Verständnis) im Mittelpunkt stehen, sondern machtpolitische Indoktrinationen durch imperial gelenkte Imame. Ernst Cramer sollte bei seinen Erwägungen davon ausgehen, dass Nichtmuslime in muslimischen Staaten stets vom gewaltsamen Tode bedroht sind. Christliches Leben und Bekennen ist in diesen Staaten nicht möglich! Von daher sind die gut gemeinten, jedoch blauäugigen, Ausführungen des Autors nicht akzeptabel.
    Davon ist überzeugt das
    Echolot

Kommentare sind geschlossen.