Käßmann wieder

Was tun, wenn der böse Nachbar den Frieden nicht will? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,668946,00.html – Man muss wagen, mit den Taliban zu sprechen: Schön, soll sie es, vor allem als Frau und Chefin der EKD, sie wird offene Arme und freudig erregte Diskussionpartner finden, Männer, die sie ernst nehmen, die sofort alle Traditionen und religiös-politische Terrorziele fallen lassen. (Real-Sarkasmus: Ende).

Sie hat Recht, wenn sie sagt, dass Christen den Gewaltweg nicht gehen sollen – nur: Lassen wir die Afghanen, die ein wenig Freiheitsluft gespürt haben, dann nicht allein, wenn wir sie wieder den Taliban überlassen? Was ist mit den Frauen dort – auch wenn es immer düsterer für sie aussieht – sie können doch ein wenig Hoffnung haben, dass sie endlich ein wenig gleichberechtigter werden… Oder ist keine Hoffnung besser als enttäuschte Hoffnung? Ich denke an die Schülerin, die mit Säure überschüttet wurde, weil sie zur Schule gegangen ist – und die trotz furchtbaren Entstellungen danach gesagt haben soll: Sie geht weiter in die Schule – was geschieht mit diesem mutigen Kind, und vielen anderen, die es wagen, ein wenig mutiger zu sein – wenn die Soldaten abziehen? Sie hat Recht, wenn es darum geht, Drogenwege abzuschneiden, soziale Dimensionen stärker in den Blick zu nehmen: Dafür sind ja auch manche Stammesfürsten dankbar – aber wie soll das gehen, wenn die Mörder immer breiteren Raum gewinnen, mit Gewalt immer stärker die Macht an sich reißen, dass soziale Dienste gar nicht mehr geleistet werden können? Liest die EKD-Chefin keine Zeitung? Sieht sie keine Nachrichten? Peter Hahne: Geben Sie mal ein wenig Informationen weiter, sie scheint sie zu benötigen.

Nachtrag: http://www.tagesschau.de/ausland/talibanvideo102.html

Weiterer Nachtrag: http://weblog-sicherheitspolitik.info/2009/12/24/deus-lo-vult-deutsche-soldaten-raus-aus-afghanistan/

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Eine Antwort auf „Käßmann wieder“

  1. Müssen eigentlich Frauen, die einen bestimmten beruflichen Status in der Gesellschaft erreicht haben, ihre ansonsten zu erkennende Klugheit mit dem „Amt“ an den Haken hängen und sich auf die Stufe der „Alles-besser-wisser“ begeben?
    Schade um Frau M.Käßmann, sollte sie auf dieser Stufe „Wurzeln“ schlagen wie so viele ihrer Geschlechtsgenossinnen und dann letztendlich nicht mehr ernst genommen werden können bei dem, was sie sagen?
    Noch eines zum Thema: Das Einmischen in tagespolitische Fragenbereiche ist manchem Theologen nicht gut bekommen.
    Mit diesen können Politiker besser umgehen.
    Das als Bemerkung am 2. Weihnachtsfeiertag:
    Käßmann, bleib bei Deinen „Leisten“! Da haben Sie mehr als genug zu tun und auch zu bieten!
    Das
    Echolot

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