Wahrheit

Schön, dass die EKD Ratsvorsitzende Margot Käßmann sich nicht im Besitz der Wahrheit glaubt: http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen.html?&news[action]=detail&news[id]=2606 Oder glaubt sie nur, andere Christen seien nicht im Besitz der Wahrheit? Dass kriegerische Sprache nicht mehr mit der evangelischen Kirche vereinbar sei, ist doch recht gewagt. Finden wir zum Beispiel im Neuen Testament die Waffenrüstung Gottes: Epheser 6,13ff.: http://l12.bibeltext.com/ephesians/6.htm. Fussballer dürfen in der kriegerischen Sprache reden – andere Sportler auch. Warum? Weil man das einzuordnen weiß. Und wenn Christen in dieser Sprache reden, weiß man das auch einzuordnen. Nun ja, manche nicht. Die kulturelle Einfalt unserer Zeitgenossen haben wir in letzter Zeit häufiger wieder genießen können. Aber dürfen wir sie unterstützen? Wer auch sprachlich nicht mehr aneckt, wird uninteressant. Nun gehts ab in den Kreuzzug gegen die militärische Sprache, die nicht militärisch konnotiert ist. Konnotation? Das heißt, dass der Kontext eines Wortes die Bedeutung des Wortes bestimmt. Wenn ich sage: Die Blumen des Bösen, dann hat das nichts mit bösen Blumen zu tun, sondern mit Baudelaire, wenn ich vom Kreuzzug gegen Malaria spreche, dann hat das nichts mit Rittern, Papst, Muslimen, Jerusalem und Mittelalter zu tun – was ja lächerlich wäre: Ritter kämpfen mit Schwertern und Stangen gegen Malariamücken – sondern damit, die Malaria biologisch, chemisch, medizinisch zu besiegen. Und so bestimmt das Umfeld eines Wortes wie es zu interpretieren ist. Aber das begreift halt nicht jeder und schreit laut auf, wenn er ein „böses“ Wort hört.

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Eine Antwort auf „Wahrheit“

  1. Nur einige Gedanken dazu:
    Sprache ist Ausdruck des Denkens. Sprache ohne Denken ver-
    kommt zu niedriger Laut-Mitteilung.
    Differenzierung in der Sprache, die zum Denken herausfordert, ermöglicht erst das individuelle (Be)Urteil(en) eines Sachverhaltes.
    Noch eines: Nach dem 2. Weltkrieg gebot die Militärregierung der Aliierten in allen Print-Publikationen
    -auch in den Schul- und Lehrbüchern- jeden Begriff, der auch nur annähernd etwas mit Militär oder Herrschaft in Zusammenhang gebracht werden konnte, zu schwärzen!
    Z.B. „Caesars …… Gallicum“. Die Pennäler jener Tage mussten sich mit aus den Büchern herausgerissenen Seiten begnügen. „An die Macht kommen“ durfte kein Deutscher, weil ein Mann Namens H. an die Macht strebte und diese erlangte. Beispiele jener Zeit sind Legionen.
    Der geneigte Leser mag nun die Zeit urteilen lassen über Sinn und Unsinn derartiger Sprachverbots- und -fälschungs-bemühungen.
    Frau Käßmann und Frau Eckard-G ö r i n g(wie kann man nur so heißen?!?)sollten ihre Vernunft walten lassen auch und gerade da, wo es um die Bemühung der Menschheit geht, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu reaqlisieren -so weit das möglich ist.
    Dazu gehört dann das „Denken“ beim Lesen der Bibel, liebe Frau Käßmann

    meint
    das
    Echolot

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