Liebe

Was kann ein Christ eigentlich gegen den Islam haben? Nicht gegen Muslime – als Menschen. Das verwechseln manche, die sehr schnell den Rassismus-Vorwurf auf den Lippen tragen und diejenigen, die wirklich rassistischen Verhaltensmustern folgen: Sie können nicht differenzieren. Es geht um den Islam, wie er sich im Koran, den Hadithen, dem Alltagsleben zeigt. Ich kann den Islam ablehnen – aber munteren Umgang mit Muslimen haben. Genauso: Ich kann den Kommunismus ablehnen – aber munteren Umgang mit Kommunisten haben. Ich kann den Kapitalismus ablehnen – aber munteren Umgang mit Kapitalisten haben. Ich kann Rauchen ablehnen – aber munteren Umgang mit Rauchern haben.  

Paulus schreibt in der Tradition Jesu: Liebe ist des Gesetzes Erfüllung (Römerbrief 13,10; vgl. Mt 7,12 und und und). Der Kirchenvater Augustin führt weiter: Liebe – und tue, was du willst. Christen sind von Haus aus gegen Gesetzlichkeit. Dass auch Christen Gesetze noch und nöcher aufgestellt haben, spricht nicht gegen diesen Grundsatz. Aber im Geist Jesu wehren wir uns gegen jegliche Gesetzlichkeit – dazu noch einer Gesetzlichkeit, die den Menschen unter die Peitsche zwingt. Wie sagte Jesus (ich verfremde den Satz – benenne damit aber die eigentliche Aussage): Das Gesetz ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Gesetzes willen (Markusevangelium 2,27f.) – und beim Islam sieht man gerade das Gegenteil.

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Eine Antwort auf „Liebe“

  1. Was kann ein Christ eigentlich gegen den Islam haben? … Präzisierung: Zumindest ich als Christ.

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