Friedhof

In den letzten Wochen sind zahlreiche Menschen unter uns auf einem Friedhof gewesen. Auf den Grabsteinen finden wir überwiegend Zeichen/Symbole christlicher Hoffnung: Auf fast jedem Grabstein wurde ein Kreuz angebracht, mit Körper Jesu bzw. ohne Körper Jesu: Zeichen dafür, dass die Sünden vergeben wurden, Zeichen für die Auferstehung mit Jesus Christus. Zahlreiche weitere Zeichen/Symbole christlicher Hoffnung: Licht in verschiedensten Strahlen – Jesus als Licht der Welt führt zu seinem Licht; Wein – Jesus als Weinstock belebt seine Reben; die Taube als belebender Geist Gottes; betende Hände von Dürer als Zeichen, dass für den Verstorbenen gebetet wird. Christrosen – Blumen, die im Winter blühen… Der Friedhof – der Ort der Trauer – ist gleichzeitig der Ort, an dem christliche Hoffnungszeichen herrschen wie an kaum einem anderen Ort sonst. Dieser Reichtum an Symbolen wird an Urnenwänden so manchen Ortes drastisch reduziert. Ein Verlust an Kultur. Der christliche Glaube wird von einer immensen Auferstehungsgewissheit geprägt, wenn wir zum Beispiel Paulus recht lesen. Diese Gewissheit, die uns von so manchem zum Vorwurf gemacht wird, ist der eigentliche Grund zum Jubeln – trotz des Todes, trotz der Trauer, die den Menschen angesichts des Verlustes eines lieben Menschen beherrschen möchte: dem Tod zum Trotz, der Trauer zum Trotz…

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