Schleichend

Germanische National-Sozialisten haben ihre Wurzeln im Germanentum gesucht – und das Christentum als Unfall in der Geschichte angesehen, den es in der Gegenwart zu bekämpfen gilt.

Kommunisten und Sozialisten suchen ihre Wurzeln in Spartakus und den Bauernaufständen und sehen das Christentum nur in Form von Pfaffen, die auf Seiten des Kapitals die arbeitende Bevölkerung ausgesaugt haben.

Heutige Atheisten sehen die Welt mit der von allem Bösen gereinigten Aufklärung beginnen und das Christentum gehört ins dunkle Mittelalter, also der Zeit vor der großen Neuschöpfung durch die Aufklärung. Freilich haben auch sie Leuchtfeuer in dieser alten dunklen Zeit ausgemacht: große Humanisten.

Während die Alten (NSDAP, KPD) sich in Parteien organisierten, um der Bevölkerung ihre Ansichten um die Ohren zu schlagen, geht es bei den Atheisten schleichender. Die christliche Kultur wird überall ausgehebelt: Künstler und Komponisten und wahrscheinlich auch Baumeister malten/schrieben/bauten nur Christliches, weil die Kirche das Geld dazu gab – aber sie selbst waren keine Christen; Christen, die human dachten, taten es nicht aufgrund ihres Glaubens, sondern gegen ihren Glauben; Klöster konnten nur so wirkungsvoll sein, weil sie auch alle möglichen Humanisten angezogen haben – sonst hätten sie ja gar Möglichkeit gehabt, ihren Humanismus weiterzuführen als in Klöstern – aber Christen waren sie nicht. Christentum ist die dunkle Zeit. Vergessen wir sie. Und so können dann Artikel über das Entstehen Deutschlands erscheinen, in denen das Christentum überhaupt keine Rolle mehr spielt. Und solche Ideologie spiegelt sich dann auch in dem Kreuzesurteil wider. Oder die Ideologie spiegelt sich darin, dass Europa meint, ohne den Gottesbezug auskommen zu können. Unsere Kultur, die im Blick auf Gott gewachsen ist, wird entgöttlicht. Würden die atheistischen Ideologen als Partei auftreten, dann wäre alles einfacher zu durchschauen. Aber das tun sie klugerweise nicht – auch wenn es sich abzeichnet, dass unter der Aneignung des Begriffs „Humanismus“ solche Bestrebungen herrschen.

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