Statistiken

Dass in Religionsstatistiken regelmäßig Christentum als die Religion bezeichnet wird, die die meisten Anhänger hat, ist bekannt, wobei jedoch jeder weiß, wie sehr es sich um Schätzungen handelt (Christentum 2,1 Milliarden; Islam 1,5 Milliarden, Hinduismus 900 Millionen…: Quelle: Wikipedia). Vor allem gibt es fließende Übergänge, so gibt es Christen, die weitgehend Animisten geblieben sind usw. Interessant finde ich in dem Zusammenhang die Angabe für Deutschland: Säkulare, Nichtreligiöse 26,21 Millionen oder 31,9%. Danach kommen Römisch-Katholische 31% und Evangelische 30,2%, Islam 4,26% … Ein Mensch, der es mit Trauernden in Deutschland West zu tun hat, die nicht in der Kirche sind, hat eine (freilich wissenschaftlich nicht verwertbare) Privatstatistik. In der heißt es, dass ca. 82% dieser Menschen christlich religiöse Elemente in der Trauerrede haben möchten. Und in Gesprächen wird immer wieder gesagt: Der Verstorbene war nicht Ungläubig, aber er ist aus der Kirche ausgetreten, weil… – und viele sind aus der Kirche ausgetreten, weil das Verhalten von Pfarrern als negativ empfunden worden ist, nicht ganz so viele aus finanziellen Gründen und manche, weil der Ehepartner auch ausgetreten ist. Das mag sich in der jüngeren Generation geändert haben, aber das sind die Erfahrungen mit der älteren Generation. Das heißt, dass die Aussage: „Säkular, Nichtreligiös 31,9%“ all die Menschen vereinnahmt, die christlicher Tradition verbunden sind, aber nicht mehr in der Kirche leben. (Freilich ist auch in der Zahl der Kirchenzugehörigen eine große Grauzone derer, die einfach aus irgendwelchen Gründen noch nicht ausgetreten sind, verborgen.)

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