Requiem

Gestern habe ich aus dem Requiem von Brahms etwas in den Blog gestellt. Dazu noch ein Nachtrag: Man findet seit ein paar Jahren immer stärker den Versuch, große Stücke aus der Vergangenheit Europas aus dem christlichen Duktus herauszubrechen. Das finden wir auch zu Brahms: „Gegen diese Nicht-Utopie, den Tod, setzte Brahms seine musikalischen Bilder der Erlösung, des Trostes und der Freude – und weitete damit die Substanz christlicher Heilserwartung in die allgemein menschliche Idee der Hoffnung.“ http://www.welt.de/print-welt/article489635/Denn_alles_Fleisch_es_ist_wie_Gras.html  Bach, Brahms und co.  werden zu Menschen erklärt, die im Grunde nicht Christen waren, sondern nur christliche Dinge komponierten usw. weil ihr Arbeitgeber die Kirche war, weil sie sich bei der Kirche Ansehen verschaffen wollten, um einen Job zu bekommen und und und.

Menschliche Idee der Hoffnung hat keinen Grund – außer der Hoffnung, die in der Auferweckung Jesu Christi gelegt ist. Das hat wohl auch Brahms begriffen. Aber heute lieben manche irgendwie sowas Nebulöses. Gibt es eine Hoffnung gegen den Tod – ohne die Wünsche irgendeiner der Religionen – und im Besonderen außerhalb der Erfahrung des auferweckten Jesus Christus? Die Kraft aus der Musik verklingt mit dem letzten Ton, wenn Hörende nicht im Auferstandenen eingebettet sind.

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