Schlimm

Da hat ein Soldat das gemacht, was viele befürchtet hatten: Er hat vor seinem Auslandseinsatz 12 Menschen ermordet. Mutmaßliche Komplizen wurden festgenommen. Wieso Komplizen – wars kein Amok? Nein. Der Täter: Major Malik Nadal Hasan http://www.welt.de/vermischtes/article5102614/US-Offizier-erschiesst-zwoelf-Menschen-in-Texas.html Und das ist das Problem: Wenn Soldaten sich nicht mehr aufeinander verlassen können… Und nun hat dieser Mensch ein Misstrauenskorn gesät. Welchem Kameraden aus diesem Kulturkreis bzw. mit diesem Kulturkreis im Hintergrund kann man noch trauen? Damit hat er allen, die wie er aus dieser Tradition stammen, aber vertrauenswürdig sind, Übles angetan. Aber das war ja wohl das Ziel: Misstrauen zu säen. Übrigens: Über das Motiv herrscht offiziell Unklarheit. 

Nachtrag: Und nun: Entwarnung: Er hatte doch keine Komplizen, es war ein Amok. Da stellen sich einem Fragen: Zuerst muss es nach Amok ausgesehen haben – aber man spricht von Komplizen. Hat man die Brisanz dieser Worte inzwischen bemerkt? Soll die Tat Entpolitisiert werden? Wahrscheinlich wäre jeder Militär und Politiker erleichtert, wenn es sich „nur“ um die irre spontane Tat eines Einzelnen gehandelt hat.  

Nachtrag 2: Inzwischen heißt es: Er war ein islam-gläubiger Sonderling, der im Irak nicht gegen Muslime kämpfen wollte und jeden Tag Kaffee und Kartoffelröstis gekauft hat.

Nachtrag 3:
Er schrie bei seinem Angriff: Allah ist groß!
Die Polizistin, die ihn stopte, wird als Heldin gefeiert.
Obama sagte: Amerika habe das Schlimmste gesehen, was Menschen anrichten können,
aber auch das Beste.

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