Auferweckung

Ja, Chris http://blog.wolfgangfenske.de/2009/10/08/turiner-grabtuch/#comment-3080, – ich staune immer wieder, welch großes Potential, welch eine große Kraft im Glauben an die Auferstehung bzw. die Auferweckung durch Jesus Christus steckt. Menschen bekommen Ruhe, sie sehen nicht allein ihr Sterben, ihr Tod, sondern auch ihr Leben nicht im Dunkeln, sondern aus dem Licht Gottes heraus… Wenn freilich die frühen Zeugen für dämlich gehalten werden, wenn Menschen, die heute den auferweckten Jesus Christus bezeugen für beschränkt oder für apologetisierende Funktionäre gehalten werden, dann hat man sich dieser Freude, dieses Lichts für das Leben beraubt. Der christliche Auferstehungsglaube ist kein Schmetterlings-Kokon-Glaube, sondern hat seinen Anker in der Erfahrung des auferweckten Jesus Christus. Ohne diesen Erfahrungshintergrund ist jeglicher Auferstehungsglaube ohne Fundament. Und darum auch die Mühe, die Auferstehung Jesu zu widerlegen – doch all diese „Argumente“ können denen, die den Auferstandenen erfahren haben, nicht beeindrucken. Genauso gut könnte man die Sonne wegargumentieren wollen.

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17 Antworten auf „Auferweckung“

  1. Die Argumentation – Namen der Evangelisten – im pro und contra hier darzustellen ist zu kompliziert für den Blog. Ich bin da in etwa der Meinung von Chrys – ich habe sie im genannten Lieblingsjüngerbuch ab der Seite 205 intensiv begründet.
    Forschung und die Forschungsergebnisse sind es auch Wert, zum Objekt der Forschung gemacht zu werden: Warum gibt die Forschung der jeweiligen Zeit die jeweiligen Antworten? Interessant fand ich mal die Aussage eines AT-Profs: Als Napoleon nach Ägypten zog, fanden Alttestamentler im AT sehr viel Ägyptisches, als der Bayernkönig nach Griechenland zog, fanden sie im AT viel Griechisches… Was findet man heute – und warum? (Das gilt sicher für alle Geisteswissenschaften.)
    Schönen Sonntagabend, Wolfgang

  2. Es wird wohl niemand abstreiten, dass auch heute noch Menschen leben, die etwa Hitlers Machtergreifung (im Jahr 1933) erlebten. Ich kenne jemanden (Gert Hoffmann), der etwa selbst im Spanienkrieg gegen Francos Truppen kämpfte und noch heuer (2009 – über 70 Jahre später) ein Buch darüber herausbrachte
    Die Revolution im Himmel
    http://diepresse.com/home/spectrum/literatur/486729/index.do

    Das Johannesevangelium gilt als das jüngste der vier Evangelien (um ca 90 n.Chr.) entstanden. Wenn Jesus also in den 30iger Jahren starb, warum sollte es sich nicht um einen Augenzeugen oder dem Lieblingsjünger selbst handeln?

    Es ist sowieso manchmal recht verwunderlich, wie sogenannte „seriöse“ Wissenschaftler mit der Datierung und Zuordnung der Evangelien umspringen. Prof. Bart Ehrmann (University of North Carolina) meinte in einer vor Monaten gebrachten
    Doku (Die Apokalypse – http://www.arte.tv/de/content/tv/02__Universes/U1__Comprendre__le__monde/03-Dossiers/edition-2008.11.06_20Apocalypse/01_20Les_20_C3_A9pisodes_20I_20Les_20vid_C3_A9os/ART_2001_20progr_2003.12.08/2288440.html )
    „Markusevangelium bedeutet nicht, dass es auch ein Markus geschrieben hat, sondern dieses Evangelium wurde Markus nur zugeordnet“. Diese Aussage ist zwar korrekt, sagt aber über die Korrektheit und Stimmigkeit/Falschheit der Zuordnung selbst gar nix aus. Die Zuordnung zu Markus ist zwar umstritten, es gibt aber bis heute keinerlei Beweis dafür (die erwähnte Herr Ehrmann natürlich nicht), dass diese Zuordnung etwa von den Menschen damals falsch getätigt wurde. Selbst die Ansicht, das Markusevangelium soll das älteste der vier Evangelien sein, ist nur eine Momentaufnahme wo verschieden Punkte auch dafür sprechen aber sehr wohl (etwas weniger) auch dagegen. Es wird zwar heute immer mehr davon publiziert, als wäre das Markusevangelium als erstes erschienen, doch einen eindeutigen Beweis gibt es dafür einfach nicht.

    Deto Datierungen! Man erinnert sich nur noch daran, wie die „berühmte“ Tübinger Schule alle 4 Evangelien fast bis in die Mitte des zweiten Jahrhunderts als Entstehungsdatum datierte und dies für längere Zeit als sogenannte „Lehrmeinung“ fleissig (aber völlig falsch) verbreitet hat. Klar, bei so einer Ansicht wird es ein bischen schwer, einen Evangelisten als „Augenzeugen“ oder Jünger Jesu einzuordnen (Ansicht – welche sich bis heute in manchen Medien und schlechten Rechergen der Redaktionen hält). Ich denke auch nicht, dass 2050 noch jemand ein Buch schreiben wird, der selbst im Spanienkrieg gegen Franco und deut. Truppen kämpfte.
    Lieben Gruss!

  3. Ich traue den neutestamentlichen Zeugen auch eine ganze Menge zu. Vor allem, weil viele Infos aus den Dörfern kommen, die Jesus besucht hat. Wenn man die Geschichten aus den jeweiligen Dörfern (Kapernaum, Bethsaida usw.) miteinander vergleicht, dann bekommt man Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Gemeinsamkeiten dürften uns auf jeden Fall Jesus als Menschen zeigen – die Unterschiede gehen zum Teil auf die Besonderheiten der Gemeinde zurück, so nennen Geschichten aus dem Raum Jericho-Bethanien gerne die Namen der beteiligten Personen. — Für mein konservativeres Johannes-Bild habe ich nicht wenig Kritik einstecken müssen – was freilich vorauszusehen war 🙂 (W. Fenske: Der Lieblingsjünger… Ev. Verlagsanstalt Leipzig) Tja – und unser Freund Mohammed? Da könnte man mich auch als Zeugen des Reformators Martin Luther heranziehen, wenn man dessen Worte historisch ernst nehmen wollte.
    Gruß Wolfgang

  4. Was Mohammed 500 Jahre später Jesus in den Mund gelegt hat (oder angeblich wusste) ist genausoviel wert wie die heutigen recht „modernen“ Esoterik – Channeling – Botschaften verschiedenster Gurus…., nämlich nix.

    Eine ganz andere hohe Qualität dagegen haben die Aussagen über Jesus aus den 4 Evangelien. Zumindes 3 davon (Mt.,Mk.,Joh.) waren mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst Zeugen, Lukas dürfte seine Informationen über Jesus mind. aus erster Hand erhalten haben. Nicht dabei zu vergessen, dass das Auswendiglernen damals bei den Juden zur schulischen Ausbildung der Jungen gehörte. Manche Rabbis konnten das Alte Testament vollständig aus dem Gedächnis aufsagen

  5. Sorry, dass ich jetzt erst reagiere – die Zeit… Mein Problem? Es geht nicht um die „Degradierung“ Jesu. Es geht darum, dass ich mich mit anderen dagegen wende, dass sich in unserer Gesellschaft eine religiöse Ideologie verbreitet, die ich aufgrund ihres Menschen- und Gottesbildes nicht akzeptiere. Das hat mit Verschwörungsängsten usw. nichts zu tun. Wenn Christen – sagen wir in Indien – gesagt wird: Ihr missioniert ja! – dann kann man dem Inder, der ihnen das vorwirft, Verschwörungsängste vorwerfen – aber es stimmt ja auch, dass sie missionieren. Ebenso missionieren Muslime und versuchen die jeweilige Gesellschaft zu durchdringen. Das ist seit alters so und gegenwärtig auch so. Das hat mit Verschwörungsängsten nichts zu tun.
    Was ich mit dem Blog bezwecke? Einfach sagen, was mir aus christlicher Perspektive an unserer Gesellschaft nicht gefällt – und was mir gefällt. Leider missfallen mir viele soziale Missstände – die kommen im Blog allerdings nur am Rande vor, weil ich nicht genug Infos finde. Was mir gefällt: Vieles an unserer Tradition: Literatur, Musik, Gemälde, Architektur – und das meinen Leserinnen und Lesern wieder ins Bewusstsein zu rufen – das ist mein Ziel.
    Um an Infos zu kommen, an die man sonst nicht kommt, darum besuche ich auch Blogs, die Sie als „islamophob“ bezeichnen. Wie Sie wissen, kann man über den Begriff streiten und darüber, ob die Blogs mit ihm zu Recht so gekennzeichnet werden. Man kann auch darüber streiten, ob es sinnvoll ist, Islamkritiker einfach so in ein und dasselbe Schublädchen zu stecken. Plakative Begriffe lieben im Grunde alle, die nicht gerne differenziert denken. Nicht nur Menschen unter Islamkritikern…

  6. Ich habe dann wohl den Zusammenhang der ganzen Suren mit dem Satz „Das gab es freilich schon vor Mohammed“ nicht verstanden.
    Ich verstehe nun immer noch nicht wirklich wo ihr Problem ist.
    Ist es tatsächlich nur die „degradierung“ Jesu zu einem Propheten? Ist das etwa alles?

    Sie sagten oben der Islam würde ein „gefälschtes“ Bild propagieren. Nun würde ich gerne wissen was Sie mit diesem Blog bezwecken? Wollen Sie nun den Islam der ihr Bild von Jesus verfälscht dafür strafen indem sie islamophobe Blogs abfarmen?

  7. Das ist doch immer wieder spannend mit Ihnen zu diskutieren. Vor allem, weil Sie Dinge lesen, die man nicht gesagt hat. Habe ich irgendwo geschrieben, dass es den Koran vor Mohammed gegeben hat? Es geht darum: Die Art und Weise mit Jesus umzugehen, die gab es schon vor Mohammed (Jesus Worte in den Mund zu legen, die er gar nicht gesagt hat…).
    Und warum sollte ich nicht wissen, dass Allah Gott bedeutet? Das worum es geht, ist doch, dass Mohammed mit dem, was er Jesus in den Mund gelegt hat, eine andere Gottessicht verkündigen lässt.
    Zu den letzten Sätzen: (a) Die Göttlichkeit Jesu begegnet zerst expressis verbis im Johannesevangelium (Joh 20,28) – über die Auslegung dieser und anderer Stellen kann man sich freilich streiten. (b) Wo sage ich etwas über Verschwörung? Gar nichts. Mir liegt es fern, irgendjemanden Verschwörungen zu unterstellen. (c) Und wo sage ich, dass der Islam auf die Vergöttlichung Jesu Einfluss genommen hat? Das wäre wirklich Quatsch. Im Gegenteil, der Koran „degradiert“ Jesus in den Augen der Glaubenden. Dass er groß von Jesus redet, wenn er ihn Prophet nennt usw. ist natürlich für manche Grund zum Jubeln. Aber nicht alle können darüber jubeln, weil Jesus Christus für viele Christen eben mehr ist. Die (abwertend gemeinte?) Rede vom „Komitee von Gefolgsleuten“ wird, denke ich, den vielen Glaubenden, für die Jesus Christus der von Gott Auferweckte ist und die für diesen ihren Glauben als Märtyrer gestorben sind (z.B. Apostelgeschichte 7,59) nicht gerecht. Was bedeutet in dem Zusammenhang „extern“?
    Gruß Wolfgang

  8. Ja, so reagiert wohl jeder, wie Sie: […]
    Sure 3,52/45 ist auch spannend… — Das gab es freilich schon vor Mohammed.
    —–
    Sie wollen mir doch nicht damit erzählen, daß es den Koran schon vor Mohammed gab oder?
    Ein so profundes Unwissen würde ihre angebliche Profession sehr in den Schatten stellen. Mich wundert es warum Sie sich wundern, daß jeder so reagiert. Ist ihnen nicht schon mal in den Kopf gekommen das mal in einer Enzyklopädie nach zuschlagen?
    Abgesehen davon scheint ihnen die Bedeutung des Wortes „Allah“ nicht vertraut zu sein.
    Ich zitiere mal Wikipedia:
    „“Der Name wird ausschließlich für die Bezeichnung der als einzig und absolut aufgefassten Gottheit verwendet und ist somit (ähnlich wie das deutsche, artikellose „Gott“ oder das englische großgeschriebene „God“) de facto ein Eigenname und keine Gattungsbezeichnung.““
    Für einen Theologen schreiben Sie ziemlich merkwürdige Sachen.

    —-
    Zu Jesus und seiner Göttlichkeit:
    Die Göttlichkeit Jesu wurde von einem externen „Komitee“ von Gefolgsleuten, Jahrzehnte nach Jesu tot beschlossen.
    Da ist keine große Wissenschaft dahinter. Es gibt auch keine Verschwörung und auch der Islam hatte darauf keinen Einfluss. Daß, dies vielen der Kirchenväter entgegen lief ist ein anderes Thema welches zu unendlichem Leid führte.

  9. Noch ein kleiner Nachtrag: Dass Mohammed Jesus für sich reklamiert, hat freilich einen erkennbaren Hintergrund: Er wirbt damit um Christen, um sie hinter sich zu scharen. Denn der Koran ist bekanntlich auf weite Strecken der Versuch, sich gegen alle möglichen Gruppen durchzusetzen. Das rechne ich Mohammed hoch an: Die Versuche, die Stämme zu einigen. Einer davon ist diese neue Darstellung Jesu bzw. Abrahams. Wer ihm nicht folgen wollte, der hatte bekanntlich schlechte Karten.

  10. Ja, so reagiert wohl jeder, wie Sie: „Bitte? Mohammed ist ca. 500 Jahre nach Jesus geboren worden. Da kann er kaum zugunsten von Mohammeds Ideen sprechen.“ Lesen wir Sure 19,30: Er (Jesus, der soeben geboren worden war)sprach: Siehe, ich bin Allahs Diener… Sure 61,6: Der erwachsene Jesus spricht zu den Kindern Israel: … ich bin Allahs Gesandter an euch … und es folgt eine Auslegung eines Verses aus dem Johannesevangelium, in dem sich Mohammed als der von Jesus Angekündigte wiedererkennt. Usw. Sure 3,52/45 ist auch spannend… — Das gab es freilich schon vor Mohammed. Das Johannesevangelium legt Jesus Worte in den Mund, weil es versucht, dessen einmaliges Wesen – als Mensch und Auferweckter – zu erfassen. In den weiteren Jahrhunderten gab es die verschiedensten „Evangelien“, die Worte erfanden, um damit ihre neue Frömmigkeit zu begründen, sie für die Lesenden zu legitimieren (z. B. Gnostiker). Dann gab es Kindheitsevangelien, die einfach nur kurios sind und dem Jesuskind schon seine Hoheit zuordnen wollten, heute aber eher lächerlich wirken (so bringt er seinen Lehrer zur Verzweiflung, weil sein Schüler Jesus das Wesen des Buchstaben A darlegt). Mohammed steht sicher in dieser Strömung. Bei ihm ist – soweit ich sehe – jedoch neu, dass er das alles von Allah her begründet: Allah teilt ihm mit, Jesus habe auch den Islam verkündigt, hat treue Muslime gewollt usw. Auch wenn es emotionalisierend ist: Vom Philippusevangelium sprechen nur noch ein paar Eingeweihte, die Worte Mohammeds werden noch heute als Worte Allahs angesehen. Und, so wird geglaubt, was Allah sagt, das stimmt – auch wenn es gegen die Evangelien gerichtet ist. Darin sehe ich also einen großen Unterschied zu den anderen Jesus-Worte-Erfindern. Das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun. Das ist ein Phänomen bis in die Gegenwart (s. mein Büchlein: Und noch ein Jesus… Jesusbücher unter die Lupe genommen), dass Menschen den hochangesehenen Jesus Christus dazu heranziehen, ihre neuen Botschaften zu legitimieren. Das muss man doch nicht für gut halten, ob es nun ein Baigent-Leigh ist, ein Raschke, ein Salibi, ein Nazi-Fan (s. mein Buch: Arisierung Jesu) oder Mohammed und wie sie alle heißen.

    Das soll nicht überheblich klingen, aber als Theologe weiß ich ziemlich viel über die Abgründe der Kirchengeschichte – und verdränge sie auch nicht. Sie liegt mir schwer im Magen und verursacht so manches Bauchgrimmen – und Brechreiz.

    Gruß Wolfgang

  11. ———
    Schon das soeben geborene Jesuskind muss zugunsten von Mohammeds Ideen sprechen.
    ———
    Bitte? Mohammed ist ~500 nach Jesus geboren worden. Da kann er kaum zugunsten von Mohammeds Ideen sprechen.

    —-
    Das Jesusbild variiert bei vielen Menschen – aber diese bewusste Vereinnahmung und Verdrehung, um sein eigenes Ziel durchzusetzen, das finde ich ärgerlich.
    ——-
    Das klingt für mich etwas nach Verschwörungstheorie. 500 nach Christus war das das übliche Bild von Jesus. Es blieb auch so lange unter den Urchristen. Ich sehe nicht wo hier der Islam irgendwie hervortritt in dem Thema. Es ist auch nicht so als ob der Islam, Jesus irgendwie in einem schlechten Licht darstellen würde oder können Sie hier etwas vorweisen?
    Der weitere Verlauf ihrer Argumentation wird sehr emotional und unspezifisch.

    Vergessen Sie auch an dieser Stelle bitte nicht, all die Christen die wegen dieser Einstellung zu Jesus (die EBENFALLS nicht negativ war, ausser im Sinne der römischen Dogmatiker) durch die Hände ihrer Mitchristen als Ketzer gestorben sind…..

    Der weitere Text trennt sich irgendwie von der Fragestellung also sollten wir vielleicht das obige zuerst klären.
    Ich bin gespannt.

  12. Nein. Sondern es geht um die bewusste Vereinnahmung und Verfälschung: Schon das soeben geborene Jesuskind muss zugunsten von Mohammeds Ideen sprechen. Wäre Jesus „Sohn Gottes“ – was hätte Mohammed da noch zu sagen? Wie gesagt: Das Jesusbild variiert bei vielen Menschen – aber diese bewusste Vereinnahmung und Verdrehung, um sein eigenes Ziel durchzusetzen, das finde ich ärgerlich. Und der Umgang mit Jesus ist nur exemplarisch für andere Vorgehensweisen des Mohammed – so auch, dass er Allah seine Ideen aussprechen lässt… Sicher mag er geglaubt haben, Allah wirklich zu hören usw., aber dass er sich dann nicht scheut, Allah seine Worte revidieren zu lassen, nur um seinen Mohammed aus der Patsche zu helfen. Mohammeds Nachfolger propagieren dieses gefälschte Bild. Es bleibt nicht eine Idee der Vergangenheit, sondern will die Zukunft in den Griff kriegen. Was letztendlich auch – wie zu sehen – Konsequenzen für die Menschenrechte hat, da das Menschenbild Jesu von dem des Mohammed stark abweicht.

  13. Das ist sehr interessant.
    Ich habe noch nie gehört, daß jemand den Islam ablehnt wegen dessen Einstellung zu Jesus.
    Liegt das daran, daß er sagt Jesus sei nicht der Sohn Gottes sondern „nur“ sein Prophet?

  14. Hallo Coen, ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich den Islam aus religiösen Gründen hinterfrage. Sicher hat jeder sein Jesus-Bild. Aber im Koran wird deutlich, wie ganz bewusst versucht wird, ein bestimmtes Jesusbild (das neutestamentliche) zu verdrängen – und das sozusagen im Namen Allahs. Und das ist für einen, der Jesus mag, nur schwer zu ertragen. Dazu kommt, dass das Gottesbild und das Menschenbild sich fundamental von dem Bild unterscheiden, die Jesus wiedergibt (darum musste Mohammed Jesus ja ein neues Image geben). Und diese Gottes- und Menschenbilder prägen nicht nur den jeweils Glaubenden, sondern auch dessen Kultur. Und man muss zugeben, dass auch das Alte Testament in einer sehr eigenwilligen Weise neu interpretiert wird. Denken wir dabei an unser aller Abraham… Das ist für Religiöse nicht nur vergangene Geschichte, sondern die Geschichte prägt unsere Gegenwart. Und ich mag eben nicht, dass der Islam unsere Gegenwart und Zukunft vereinnahmt. Gruß Wolfgang

  15. Die Gnostiker haben mit der Islamophoben Szene nichts zu tun. Ich habe Sie nur zum obigen Thema eingefügt.
    Ich bin Jude, kann daher mit Jesus in seiner, Kirchlich definierten Göttlichkeit nicht wirklich etwas anfangen.

    ———
    In wie fern ist es den besser? @Islamophob

  16. Hallo, Freund Coen, wenn Sie sich schon fragen, dann möchte ich aus meiner bescheidenen Perspektive und vielseitigen Erfahrung sagen:
    Das I S T besser! Versuchen Sie, es doch einmal für sich ganz persönlich nachzuvollziehen -und lassen Sie die Gnostiker, deren Zeitgenossen und Epigonen einfach mal bei Seite.
    Das empfiehlt freundlich
    das
    Echolot

  17. Ach daher weht der Wind. Kampf der Verblendung mit eigener Verblendung.
    Ich frage mich nun ob das besser ist als der rassistische Atheismus der anderen Meute…auf jeden Fall ist es durchschaubarer.

    Zum Thema:
    Die „Gedanken/Überlegungen stammen nicht aus der heutigen Zeit. Die Gnostiker/Urchristen verfolgten diese Thesen schon sehr früh.
    Auf jeden Fall bevor die kirchlichen/kaiserlichen Dogmatiker Jesus zu Gott und alle anders denkenden zu Herätikern gemacht, und verfolgt haben…

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