Atheismus

Um nicht missverstanden zu werden: Atheismus bedeutet: gegen Gott sein, Gott für eine (irrelevante) menschliche Idee zu halten… Ein Agnostiker weiß, dass er nicht weiß, ob es einen Gott gibt oder nicht – er hält sich für eine Gottesbegegnung offen. Nun zum Eigentlichen: Ich habe den Eindruck, dass „Atheismus“ zu einem Synonym für „Arroganz“ wird. Wie hochmütig über Glaubende aller Religionen hergezogen wird – als hätten Atheisten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Aber wahrscheinlich ist das für ein paar Leutchen die einzige Möglichkeit a) sich Gott vom Leib zu halten oder b) andere zu provozieren, dass sie ihnen endlich etwas Wesentliches von Gott erzählen…? Ich hatte das schon mal im Blog: Viele meinen, sich die Religion vom Hals halten zu können, indem sie alles ins Lächerliche ziehen – eben weil sie keine besseren Argumente haben als die „Religiösen“, nur andere. Atheismus ist nur ein Weltbild unter vielen – und das wahrhaben zu können, wäre schon ein immenser Schritt vorwärts. Aber wie Religiöse Scheuklappen haben können – so auch Atheisten: Warum sollen sie anders sein als die übrigen Menschen? Eine Aussage, die viele von ihnen ins Mark trifft – denn wenn man sie liest, meinen sie gerade das: Atheisten seien besondereres – an ihnen würde die Welt in ihrem Wesen genesen. Wir kennen das von ihren nationalsozialistischen und kommunistischen Genossen – von denen sie sich allerdings distanzieren.

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