Zeichen+Symbol

Das Zeichen ist ein Gegenstand, ein Bild, auf dessen Bedeutung Menschen sich geeinigt haben: Ein Vorfahrtachten-Schild sieht so und so aus – achte darauf, damit du dich und andere nicht gefährdest. Ein Symbol ist ein Zeichen, zu dem noch etwas hinzukommt: Es ist ein „Zusammengefügtes“. Zu dem Zeichen kommt im religiösen Symbol das Göttliche hinzu. Menschen einigen sich nicht auf eine Bedeutung, sondern das Symbol ist vielfach Folge einer Geschichte. Zum Beispiel das Leben Jesu: Sein Leben und sein Sterben am Kreuz werden erzählt – und als Symbol kristallisiert sich das Kreuz heraus. Das Kreuz mit Corpus ist damit ein Zeichen + die göttliche Geschichte. Die Gemeinde auf der Erde hat auch eine andere Jesusgeschichte erlebt: mit dem Auferweckten Jesus Christus. Das Symbol dafür: Das Kreuzeszeichen ohne Corpus.

Auch Wörter sind mit den sie bildenden Buchstaben Zeichen. Zeichen haben eine Bedeutung. Wenn Jesus als geglaubter Sohn Gottes Worte spricht, verbinden sich diese allgemeinen Zeichen mit dem Göttlichen und werden dadurch zum Symbol. Diese Geschichte Gottes mit dem Menschen in Jesus Christus kristallisiert sich in der Bibel. Darum ist die Bibel nicht einfach ein Buch wie auch das Kreuzeszeichen nicht einfach ein Zeichen ist.

Das ist nun nicht etwas, das nur den christlichen Glauben betrifft, sondern viele Religionen: Der Koran ist nicht einfach ein Buch – sondern das Allah-hafte verbindet sich mit ihm; die Kuh der Hindus ist nicht einfach eine Kuh – die Götter finden in ihr konzentrierten Sitz. (Was ich interessant finde, dass Muslime in Pakistan nicht selten Christen beschuldigen, den Koran geschändet zu haben, um ihnen dann Leiden zuzufügen – obwohl die beschuldigten Christen das sicherlich – wegen der Gefahren – niemals getan haben. Wird da das, was im Unterbewussten schlummert: Gewaltphantasien gegen den knechtenden Koran, auf andere projiziert?)

Symbole sind somit nicht einfach irgendwas oder normale Zeichen, sondern – mit C.G.Jung – tief im Unterbewussten des Menschen verankert, darum sind mit ihnen auch Emotionen verbunden. Und das wissen die Gegner der Religionen und suchen sich Symbole zur Schändung aus, um die Glaubenden zu provozieren. So verschmieren Satanisten Kreuze (Kirchen) mit 666 oder drehen das Kreuz um, Nazis verschmieren diese mit ihren Symbolen, Bibeln werden verbrannt… http://www.idea.de/nachrichten/nachrichten-des-tages-detailartikel/artikel/bibelverbrennung-auf-offener-strasse.html – Fahnen ebenso, Fahnen als nationales Symbol, um die Menschen des jeweiligen Landes damit zu provozieren.  Das bedeutet, dass Symbole gegen Symbole gerichtet werden. Welches Symbol ist das Stärkste?

Da ist das Kreuzessymbol besonders interessant: Die Niederlage Gottes, der geschändete Sohn Gottes – damit der geschändete Gott – erhebt sein Haupt. Christen wissen: Werden ihre Symbole geschändet – ist das kein Grund, Menschen zu bekämpfen. Denn der Mensch – als Ebenbild Gottes! – wird von Gott geliebt. Gott ließ sich schänden, um Menschen in Liebe einen neuen Weg zu weisen – darum dürfen Christen niemals Menschen schänden – auch und gerade um des Glaubens willen nicht.

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