Mail + Antwort

Ich bekam folgende Mail, die ich in den Blog stelle, um in der Antwort meine Sichtweise deutlicher zu machen: 

Hallo verblendeter,
ich bin durch ihre antiislam propaganda auf wikio.de gestoßen und musste lachen.
sie haben eine wirklich blühende, hassverblendete fantasie.
wunder mich ehrlich gesagt das so ein gebildeter mann (laut ihrem lebenslauf), so wenig kenntnisse über uns hat, seis um unsere religion oder geschichte.
sie schreiben immer wieder das wir gemordet und geplündert haben. lesen sie mal die geschichte über den kreuzzug in byzanz, was christen den christen angetan haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vierter_Kreuzzug
Friede sei it dir 😉
ein moslem
P.s. meine email sollte werder beleidigend noch bedrohhend sein.

Meine Reaktion:

… „vielen Dank für Ihre Mail. Ich habe keine hassverblendete Phantasie – Phantasie im positiven Sinne schon – aber nicht hassverblendet. Ich versuche immer zwischen Menschen und – in diesem Fall – dem Koran zu unterscheiden. Da der Koran nicht gerade zimperlich mit der Bibel umgeht, gestatte ich mir auch, Kritik am Koran zu üben – aus meiner christlichen Sicht heraus. Ich denke, dass Sie das ansprechen. Denn der Jesus, den wir im Koran finden, den gab es nie.

Ich mache auch niemand in der Gegenwart für die Ereignisse in der Geschichte verantwortlich – wenn er sich denn von den Untaten seiner Väter distanziert. Und dass viele alte Christen Blut an den Händen haben, das verschweige ich nicht – warum auch, sehe ich doch, dass auch der christliche Glaube von Machtgier, Dummheit usw. immer wieder korrumpiert wird. Gerade heute habe ich auch einen Beitrag im Blog, der aktuelle Untaten von Christen anprangert. Was ich freilich sehe ist, dass Christen für ihre Untaten Rechenschaft ablegen müssen, weil sie sich gegen den Willen Gottes, wie Jesus Christus ihn vertritt, angehen: gegen Liebe… – und dass vom Koran her schwerer gegen Gewalt der Muslime zu argumentieren ist, weil Gewalttaten nicht per se abgelehnt werden. Und das bedeutet auch, dass die latente Gewalt immer wieder hervorbrechen kann.

Ich empfinde Ihre Mail nicht als Beleidigung – auch wenn die Anrede aus christlicher Perspektive beinhaltet, dass der Verblendete dem Satan angehört. Da ich aber Christ bin, kann mich diese Anrede in diesem Sinn nicht treffen.
Es wäre schön, wenn wir im Gespräch bleiben können. Über Details zu diskutieren ist besser als so pauschal.

Mit freundlichen Grüßen“

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de

2 Antworten auf „Mail + Antwort“

  1. Trotzdem hat das Echolot eine Frage an den verbal „Frieden“ spendenden Moslem:
    Lieber Freund, kennen Sie die Geschichte des Islam -von Anbeginn(!)in Arabien bis zum heutigen Tag weltweit?
    Was hat der Prophet unter „Frieden“ verstanden damals -und was die Muslime heute?
    Der Andersdenkende und Anderglaubende ist Ihrer Ansicht nach „verblendet“. Keine Beleidigung? Mag sein. Aber auch
    bezeichnend für Ihre ganz persönliche Art, „Frieden“ zu definieren. Und darauf kommt es an -oder?
    In diesen Tagen denke ich an die Naturkatastrophen, die viele Menschen Ihres Glaubens in existenzielle Not gebracht haben. Bilder des Schreckens: Und immer wieder Menschen unter dem Zeichen des Roten Kreuzes, Christen in selbstlosem Einsatz, Menschenkindern anderen (Ihres!) Glaubens zu helfen……
    Das ist gut so. Ein Stück Mit-Menschlichkeit in einer ideologisch zerrissenen Welt.
    Dass W.F. Ihnen ernsthaften Dialog anbietet über oberflächliches Reden hinaus, ist gut christlich und Sie sollten dieses Angebot annehmen.
    Sicher würden Sie auch von dem „Verblendeten“ sehr viel lernen und erfahren können über Ihren Glauben.
    Wagen Sie es -aber bitte: Ernsthaft und nicht oberflächlich.
    Freundlich grüßt das
    Echolot

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