Bildung 1

Dass Deutschland schlecht in der Bildung abschneidet – das ist, abgesehen davon, dass dieses Ergebnis der OECD zu verdanken ist – wirklich erkennbar. Einmal zu der Aussage: Der OECD zu verdanken: Ich beobachte, dass die OECD ständig schlechte Nachrichten über unser Bildungssystem bringt, weil ihre Vorstellung nicht durchgesetzt wurde. Das ist wie wenn mein Nachbra mir sagt, ich sei ein schlechter Nachbar, weil ich nicht tue, was er will. Die OECD hat ihre ideologischen Vorgaben – und wer ihnen nicht folgt, muss, wenn man bei ihr auf dem Kieker ist, mit schlechten Ergebnissen rechnen. Der andere Punkt: Dass es in Deutschland wirklich schlecht mit Bildung bestellt ist, das sieht man daran, dass Bildung wohl kaum mehr eine Rolle spielt. Bildung im wahren Sinn des Wortes. Nicht nur Wissen, nicht nur Wiederkäuen, nicht nur ein Komma setzen können – sondern Bildung des Charakters, Bildung des selbständigen Denkens, Bildung als Abwägung verschiedener Meinungen – all das lässt immer mehr nach. Nur alles möglichst schnell durchwinken: Uni, Schule – alles möglichst kurz – dann die Empörung, dass die Schüler noch nicht fähig sind, das Fachvokabular der jeweiligen Firma zu verstehen… – und dann sieht man all die vielen Worthülsen der „Verantwortlichen“, die nicht gerade erkennen lassen, dass sie wirklich „gebildet“ sind. Ein weites Feld – ein sehr weites Feld… – schauen wir doch nur einmal nach Berlin. Dass um der wahren Bildung willen tatsächlich einige Dinge geändert werden müssten – das sehen so manche, die sich mit dieser Fragestellung befassen, aber dafür ist wohl kein Geld da…

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2 Antworten auf „Bildung 1“

  1. Die OECD steht seit langem gegen das, was auf dem Bildungssektor in Deutschland geschieht.
    Die ideologische Verquetschung dieser internationalen Einrichtung ist hinlänglich bekannt. Fatal ist die Inbrunst, mit der Moderatoren/Innen(SIC) unserer Fernsehanstalten die Erkenntnisse der internationalen Weisen auf- und weitergeben,
    Aber da liegt ja der Hase im Pfeffer: B i l d u n g,die mehr ist als enggeführtes „Fachwissen“, ist nicht Sache dieser Leute: hier gelten vermeintlich gutes „Aussehen“ und Quotenerfolg -damit der Job und Knete nicht verloren gehen.
    Es wäre doch interessant zu wissen, wer diese OECD Schlauberger immer wieder besoldet. Ob das wohl die bildungsmäßg unterbelichteten Deutschen sind?
    Das fragt sicher nicht allein das
    Echolot

  2. Das hoert sich schon schlimm an, aber Deutschland ist da nicht allein mit seiner Verdummung der Menschen! Leider…

    Die UK ist auch ganz toll darin. Das Abitur wird zum Diplom , weil es zu schwierig ist (und man will ja die Jugend nicht entmutigen!), Schueler werden bezahlt, noch die Oberstufe zu besuchen (wenn die Eltern weniger als bestimmten Betrag verdienen), Universitaeten akzeptieren sehr schwache, untalentierte Studenten, damit die Unis Geld bekommen, Lehrer und Dozenten duerfen ihren Schuelern/Studenten keine entmutigende Zensuren geben, damit das Budget nicht gekuerzt wird…
    Ist doch klasse! 🙁 Das Obengenannte findet in mehr und mehr Institutionen statt. Aber zum Glueck noch nicht ueberall. Also es gibt vielleicht noch einen Schimmer Hoffnung?

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