Sklaverei

Dieser Artikel, der Flaigs Buch über die Sklaverei in den Blick nimmt, zeigt, dass dies und jenes umstritten ist – wie andere Artikel in anderen Zeitungen auch: http://www.welt.de/kultur/article4348105/Waren-die-Muslime-die-groessten-Sklavenhalter.html . Manche dieser Artikel sind mal wieder nach dem alten rhetorischen Strickmuster geschrieben – was solls. Es bleibt das Verdienst von Flaig, für unseren Sprachkreis dieses Thema aufgearbeitet zu haben. Und das ist ja das, was wissenschaftliches Arbeiten ausmacht: Nun können andere den Faden aufgreifen und neue Ergebnisse vorlegen. Manche tun immer so, als bedeute wissenschaftlich fundiertes Arbeiten, dass man Werke vorlegt, die umfassend sind (angesichts der Marktlage, dass nur noch Bücher gedruckt werden, die kurz, knapp, populär verständlich sein sollen – eine eigenartige Erwartung), dass sie für alle Ewigkeit als Nachschlagewerk der Wahrheit dienen (absurd), dass sie die Meinung der Rezensenten wiedergeben sollten – und sie sind erbost, dass sie es nicht tun 🙂 . Ich jedenfalls bin froh, dass ich das Buch in die Hände bekommen habe, weil es eine Lücke meines bisherigen Wissens gefüllt hat. Bisher haben wir in der Schule und auch sonstwo immer nur von der Sklaverei in Bezug auf amerikanische Plantagen gehört – mehr nicht. Und dieses Buch zeigt das System der Sklaverei. Man sollte übrigens nicht übersehen: Sklaverei gibt es in islamischen Systemen noch immer – dass dafür in anderen Systemen kapitalistische Ausbeutung herrscht, sollte doch nicht den Blick davor verschließen. Übrigens man erkennt an den Rezensionen, die ich gelesen habe, dass die Rezensenten auch kaum Ahnung zu haben scheinen. Es werden zufällige Dinge herausgepickt, von dem der eine oder andere wohl mal was gelesen hat. Es handelt sich wohl um ideologische Rezensionen.

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