Christenheit 9

Kleiner Überblick über historische Daten: Jesus ist ca. 30 n.Chr. hingerichtet worden. Die erste Generation verbreitete den Glauben an die Auferstehung Jesus Christi mit Worten und Taten, die Gemeinschaft förderten, unter allen möglichen Schwierigkeiten bis nach Rom, evtl. nach Spanien – und im Osten gibt es Hinweise auf Edessa bzw. wenn an der Legende ein Körnchen Wahrheit ist, bis nach Indien (Thomas). 50-90 n. Chr. wurden die ersten Schriften geschrieben, die Leben und Lehre Jesu darstellten (Evangelien), Bekenntnisse wurden formuliert wie auch die Paulusbriefe geschrieben. Diese und andere frühe Schriften wurden bis 150/200 n.Chr. gesammelt und im Neuen Testament zusammengefasst. Überall um das Mittelmeer herum entstanden kleine christliche Gemeinden – die untereinander vielfach in Kontakt standen. Große Denker in der Tradition griechisch-römischer Kultur gaben dem Glauben eine Stimme, versuchten den Glauben in Worte zu fassen (Irenäus, Justin, Clemens, Tertullian, Origenes…). Es gab zahlreiche Sonderwege, die im Laufe des 2. Jahrhunderts bekämpft wurden. Die Christen hatten es von staatswegen durch die ersten 300 Jahre nicht leicht und zahlreiche Märtyrer zu verzeichnen, bis Konstantin der Große den Glauben 312 n.Chr. politisch anerkannte und Theodosius ihn intensiver durchsetzte. In dieser Zeit brachen auch theologische Unterschiede massiv auf und man versuchte sie auf Versammlungen zu bereinigen. Das gelang nicht immer und es wurden Gruppen abgespaltet. Westrom ging aufgrund der Angriffe der Germanen langsam aber sicher dem Ende zu – aber die Germanen waren vielfach auch schon Christen – nur häufig keine römisch-katholischen Christen. Auseinandersetzungen mit dem expandierenden Islam begannen. Karl der Große (800 n.Chr.) forcierte das Christentum in Teilen des Reiches. Zahlreiche Klöster und Missionare verbreiteten den Glauben, bis er sich um 1000 n.Chr. fast überall in Europa durchgesetzt hatte. Byzanz im Osten und Rom im Westen trennten sich. Päpste waren vielfach Spielball politischer Mächte – vor allem der Familien innerhalb Roms – und versuchten sich von politischen Beeinflussungen freizustrampeln. Bis ins 8. Jahrhundert kam der Christliche Glaube nach China und im 9. Jahrhundert nach Japan – und er hat möglicherweise manche buddhistische Sichtweise geprägt (Bodhisattva; evtl. Vegetarismus, Amida-Buddhismus…). Aus dieser Zeit ist jedoch kaum etwas bekannt.   

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