Selbstzerstörung

Welch eine Ästhetisierung der Selbstzerstörung! (Video bitte nur ansehen, wenn man sich nicht runterziehenlassen will!!!): http://www.youtube.com/watch?v=halbvpYK0sw&feature=related – zu dem Lied: Näher mein Gott zu dir… (Text: http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%A4her,_mein_Gott,_zu_Dir) Was ich im Rahmen meines Gangs durch die Geschichte der Christenheit immer wieder so faszinierend finde, ist das Asketentum. Nicht weil ich irgendwelche Ambitionen dazu hätte, dazu bin ich doch zu sehr Genuss- und Bequemmensch auf allen Ebenen – aber der christliche Glaube hat Menschen, die asketisch leben wollten, angezogen und ihnen auch Raum gegeben. Er hat ihnen sozusagen die Freiheit gelassen, ihre Sehnsucht nach Selbstzerstörung, nach Selbstzurücknahme in der Geborgenheit Gottes leben zu können. Freilich hat er – anders als Teile des Hinduismus oder des Manichäismus – Askese auch immer wieder in bestimmte Bahnen gelenkt: Gott will das Leben seiner Kinder – damit sie anderen Leben bringen.

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