Paul Schneider

Am 18. Juli 1939 (vor 70 Jahren) bekam die Frau von Paul Schneider ein Telegramm: „Paul Schneider, geb. 29.9.97, heute verstorben. Falls Überführung auf eigene Kosten erwünscht, Antrag innerhalb von 24 Stunden an das Bestattungsamt in Weimar, sonst Einäscherung. Lagerkommandant Buchenwald.“ Paul Schneider war Evangelischer Pfarrer. Seine Konfrontationen mit dem Nazi-Regime fingen klein an. Erst bei einer Beerdigung, dann ging es um die Verlesung einer Erklärung gegen die rassische Ideologie, dann ging er nicht zur Reichtagswahl… – die Konfrontation steigerte sich. Standhaftigkeit im Kleinen, im Alltag erforderte dann immer mehr Mut… Zuletzt wurde er nach Buchenwald transportiert – und hat sich auch in diesem Lager nicht unterkriegen lassen. Er – der „Prediger von Buchenwald“ – wurde verprügelt und starb an den Folgen der Misshandlungen. (Infos: Claude R. Foster: Der Prediger von Buchenwald, 1995; http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Schneider_(Pfarrer)

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Eine Antwort auf „Paul Schneider“

  1. Es würde anders in Deutschland und Europa aussehen, wenn die Kirchen solche Theologen und Prediger hätten, wie Paul Schneider als einer von vielen.
    Wo bleiben die mahnenden, warnenden Stimmen protestantischer und römisch-katholischer Bischöfe und Pfarrer?
    Wo sind die Kirchen(Gemeinden), die den Mut aufbringen, ihre Leitungen zu fordern, zu dem zu stehen und sich zu dem zu bekennen, wozu sie sich berufen ließen?
    Hätten wir doch auch heute bekennende Kirche und Gemeinde -statt von dem Strom der Beliebigkeit und Opportunität sich treiben lassende Menschen, die offensichtlich nicht mehr wissen, dass Christsein unabdingbar bedeutet. Nämlich: in und mit dem Leben Jesus Christus als HERRN aller Dinge zu bekennen.
    Nachfolge Jesu Christi mit Wort und Tat -das hat die Kirche zu sagen -und dazu Mut zu machen in Zeiten herber Bedrängnis durch zum Teil religiös verbrämte Gottlosigkeit.
    Doch genau hier bleibt sie weithin sprachlos und lässt íhre Glieder allein.
    Vergessen wir die Märtyrer der Gemeinde Jesu Christi welt-weit von gestern und heute nicht!
    Mahnt das
    Echlot

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