Muslime in Europa: Fazit 3

Ich habe die Muslime in Europa dargstellt – da gibt es noch einige Dinge zu präzisieren: Die Muslime sind ja keine Einheit. Die unterschiedlichsten Kräfte und Strömungen ringen mit- und gegeneinander. Karl der Große hat Muslime in Spanien bekämpft – und gleichzeitig hat er mit Muslimen, die in Bagdad herrschten, Kontakte geknüpft. In Spanien haben die unterschiedlichen muslimischen Gruppen gegen und miteinander gerungen… In Italien sind unterschiedliche Gruppen eingefallen, und und und. Und das ändert sich ja bis in die Gegenwart nicht. Die sunnitischen Staaten sind sich mit dem schiitischen Land nicht grün, die Türken wollen wieder eine besondere Rolle spielen… Von daher sind die Kämpfe im Hintergrund zu verstehen: der Iran sucht seine Machtposition auszubauen (Libanon, Palästinenser), die Türken (Aserbeidschan usw.), Saudi Arabien (Südosteuropa und Afrika), Ägypten als Regierung scheint noch ein wenig zu schlafen, aber die Muslimbrüder mischen schon kräftig überall mit… Insofern könnte, wenn sich in Europa der Islam festsetzen sollte, ein ziemliches Hauen und Stechen kommen: Wer bekommt den größten, besten, schönsten Antil vom Kuchen? Sie sind ja schon dabei, sich die Bereiche einzuteilen: sunnitisches Nordafrika in Frankreich; Marokkaner in den Benelux-Ländern; in England Pakistani, in Deutschland Türken – und mit ihnen konkurrierende Kurden und Iraner, dazu noch sunnitische Araber. Die besonders missionarischen Ahmadiyyas dürfen nicht vergessen werden, die so missionarisch sein müssen, damit sie nicht irgendwann auch aus Deutschland von den Sunniten und Schiiten verjagt werden. Usw. usw. So könnte man jedes Land durchgehen. Und wenn sie sich zusammenreißen, dann dauert es noch ein wenig mit ihren Auseinandersetzungen, und sie können bei den geschichts-verschlafenen Europäern noch ein wenig werbewirksamer sein. Denn der so genannte Geburtsdschihad ist ja nicht alles – man muss zusehen, dass man möglichst viele Einheimische auf seine Seite ziehen kann. Darum die missionrisch aktiven Konvertiten a la Pierre Vogel / Abu Hamza (Saudi Arabien?) und andere auch hier im Blog schon vorgestellte Personen. Und dann, wenn die heute 60% Christen zu einem Häufchen geschrumpft sind, dann dürfen die Überläufer dem gegenseitigen Hauen und Stechen zusehen – vor allem, weil die restlichen Christen dann zuerst unter die Räder kommen. Christen sind für Muslime die eigentliche Gefahr, wie mir scheint, sonst würden in den islamischen Ländern nicht diese wenigen Christen so massiv behindert und drangsaliert werden. Aber das spiegelt im Grunde nur wider, was auch Mohammed gemacht hat: Erst geworben, dann geschlagen. Wie der Herr so´s Gescherr.

Wer aus der Geschichte ein anderes Fazit zieht, mag es mir bitte schreiben – oder: Wer die Geschichte insgesamt anders sieht, ebenso! Bitte nicht schreiben: Die Christen waren ja genauso… – Wie sich Christen verhalten haben, das tut bei diesem Thema nichts zur Sache, weil die muslimischen Agitationen keine Reaktionen waren. Das Thema: Ausbreitung der Christen in Europa kann ein anderes Thema sein – wenn ich ein wenig Zeit habe. 

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