Sex 2

Ich habe gehört, dass in England unterste soziale Schichten häufig kaum sexuelle Regeln kennen bzw. einhalten. Kinder und Jugendliche der oberen sozialen Schichten wissen, dass sie sich erst einmal zurückzuhalten haben, weil sie im Leben ein Ziel erreichen wollen, weil sie sich erst einmal als wirklichen Menschen finden wollen. Damit meine ich, dass sich der Mensch dieser Schicht normalerweise nicht über seine Sexualität definiert, sondern darüber, wie er sich selbst kultiviert hat. Was da in Sheffield versucht wird, ist, die Mentalität der untersten sozialen Schichten auch für bürgerliche bzw. andere Schichten hoffähig zu machen. Was für ein Elend. Statt den Menschen dazu anzuhalten, edler, verantwortungsvoller zu werden, an sich zu arbeiten, damit er höhere Stufen des Selbst erreicht, dass er sich selbst achten kann, weil er sich selbst gefunden hat, werden sie dazu ermuntert, sich zu vergeuden. Ein Trauerspiel. Christlich ist das nicht. Dem christlichen Glauben entspricht eine andere Haltung: Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, gut und gerecht ist, was anständig, liebenswert und schön ist. Wo immer ihr Gutes entdeckt, das Lob verdient, darüber denkt nach… (Paulus im Philipperbrief 4,8). Zum anderen: Wir lernen normalerweise Ess-Sitten, wir lernen uns ansprechend zu kleiden, wir lernen uns zu waschen und bestimmte Benimm-Regeln. Und das soll alles für das, was mit Sex, mit Partnerschaft zu tun hat, nicht gelten? Da soll Kulturlosigkeit herrschen? Das kann doch nicht sein! — Verzeiht mir bitte, wenn ich die richtigen Worte nicht getroffen habe. Ich muss auch noch an mir arbeiten.  

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