Meinungsfreiheit

Da wurde einer verurteilt, weil er seine Meinung äußerte: Der Koran sei ein Lügenbuch. Das Gericht konnte eine “Verhetzung” nicht nachweisen, meinte aber, er habe die Religion herabgewürdigt http://vorarlberg.orf.at/stories/373566/ (gefunden über pi) – nun muss er blechen. Das  ist schon interessant, weil der Koran ja auch sagt, die Bibel sei eine Verfälschung des Wortes Gottes. Also: Der Koran sagt, in der Bibel würde gelogen – ist das auch als Herabwürdigung zu werten? Der Koran darf das. Als Christ muss man jedoch diese Behauptung zurückweisen – doch wie macht man das, wenn man nicht verurteilt werden will? Man sagt: ”Den Vorwurf, die Bibel enthalte Fälschungen, hat Mohammed zu Unrecht erhoben.” Aber: Oh weh! Es war ja gar nicht Mohammed, es war ja Allah selbst, der die Bibel als gefälschtes Buch ansieht! – sagt Mohammed. Und wenn man jetzt sagt, dass Mohammed Allah das Wort fälschlich in den Mund gelegt habe… Oh weh! Das geht ja rein gar nicht. Mohammed als Lügner…? Darf man begütigend sagen: “Mohammed hat die Sprache des Engels Gabriel falsch verstanden, somit Allah falsch interpretiert”? Oh weh! Sagt doch Allah selbst im Koran, er habe den Koran – so wie er ist – gegeben! Damit würden wir ja Allah als Lügner bezeichnen! Was bleibt uns Ungläubigen übrig? Demütig das Haupt vor Mohammed zu beugen und vor dem Herrn Richter aus Austria.   

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