Osmanisches Reich

In Anatolien gab es einen Nomadenstamm, der es zu Weltruhm gebracht hat, weil sein Chef, Osman der I., sich im Jahr 1299 unabhängig gemacht hat. Nachdem er unabhängig geworden war, hat er weitere türkische Stämme unter Kontrolle bekommen – und Byzanz seine Stirn geboten: Zwei der größten Städte von Byzanz in Anatolien belagerte er. Er konnte aber die Früchte seiner Eroberungszüge nicht genießen, sondern starb. Sein Sohn führte das kriegerische Werk fort: Die Janitscharen-Truppe wurde gefördert und weitere Heeresteile. Doch wie finanziert man diese tapferen Mannen? Durch Beute – auch durch Sklavenhandel. Das heißt: Dieses System konnte überleben, weil durch Eroberungen immer weiter Beute gemacht wurde. Und es konnte größer werden, weil es dämliche Herrscher gab. Einer dieser dummen Herrscher war Kantakuzenos. Der bat diesen mächtigen Osmanen um militärische Unterstützung. Dieser gewährte sie ihm mit Freuden, ließ dabei das militärisch Notwendige ausspionieren – und zack, er konnte Teile von Südosteuropa erobern. Makedonien fiel 1371, Bulgarien Ende des 14. Jahrhunderts, die Schlacht auf dem Amselfeld führte zur Niederlage christlicher Chefs aus Serbien und Bosnien. 1453 wurde dann auch Konstantinopel erobert. (Fortsetzung folgt.)

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